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Martina Hettegger (l.) und Kathrin Prommegger. Die beiden Schwägerinnen verkaufen im Großarler Troadkastn seit 2017 Spezialitäten von Bauern und Produzenten aus der Region.
Martina Hettegger (l.) und Kathrin Prommegger. Die beiden Schwägerinnen verkaufen im Großarler Troadkastn seit 2017 Spezialitäten von Bauern und Produzenten aus der Region.©www.wolfgangwolak.com
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Die Marktgemeinde Großarl im Salzburger Pongau ist ein Tourismusmagnet allerersten Rangs, im Winter genauso wie im Sommer. Doch man geht behutsam mit der Natur um. Die vor Jahren geplante zweite Skischaukel zwischen Großarl und Dorfgastein soll nun kleiner ausfallen. Spaziert man auf der Dorfstraße in Großarl in Richtung Ellmaubach und Zentrum, kommt man an einem kleinen frei stehenden Geschäft vorbei. Der im Vergleich zu den umliegenden stolzen Gästehäusern eher schmucklose Bau stammt vielleicht aus den 80er-, 90er-Jahren, aber das Dach ist am Rand liebevoll mit Schindeln gedeckt, und vor den Schaufenstern stehen Bänke aus massivem Holz. „Ruck zua“ steht einladend auf der Lehne. Auf den Dachschindeln steht „Großarler Troadkastn“, also Getreidespeicher.

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Die beiden Schwägerinnen Martina Hettegger und Kathrin Prommegger haben sich 2017 gedacht, dass in Großarl noch ein Bauernladen fehlt. Und danach wurde eine geeignete Räumlichkeit gesucht und auch in der ehemaligen Drogerie gefunden. Das Ganze wurde umgebaut und sehr schön und mit sehr viel Liebe zum Detail dekoriert.

Volksbank Unternehmerblog - Großarler Troadkastn © Video: VOLKSBANK

Und hier findet man, wie der Name eben verspricht, Getreideprodukte in allen Erscheinungsformen: Verschiedene Brote sind hier zu haben und spezielle Sorten von Mehl, dazu gibt es ein reiches Sortiment an Teigwaren. Doch diese vielfältigen Getreideprodukte sind nur das Herz des üppigen Angebots an Großarler Spezialitäten in dem geschmackvoll gestalteten Laden, denn hier gibt es praktisch alles, was das Großarltal im Salzburger Pongau an Naturprodukten hervorbringt.

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REGIONAL.

„Das Großarltal ist umgeben von bewirtschafteten Almen, und von dort bekommen wir unsere Produkte“, erzählt Martina Hettegger, die seit fünf Jahren mit ihrer Schwägerin Kathrin Prommegger den Troadkastn führt. Von rund 40 Almen aus liefern Bauern direkt Käse- und Milchprodukte, Eier, Speck, Wurstwaren, Obst und Gemüse. Das Leben der Bauern und damit auch die Art und Weise, wie sie ihre Naturprodukte erzeugen, kennen die beiden jungen Frauen ganz genau. „Wir zwei sind auf einem Bauernhof aufgewachsen, und wir kennen das von klein auf. Und wir wollen dieses Leben auch so weitergeben“, sagt Martina Hettegger.

Da die beiden Jungunternehmerinnen auch selbst ziemlich viel Ahnung vom Bauernhof und den bäuerlichen Produkten sowie vom Selbstproduzieren haben, erzeugen sie auch viele verschiedene Köstlichkeiten selbst für den Verkauf. Für die Waren im Großarler Troadkastn sprechen nicht nur die hochwertige Herstellung, sondern auch kurze Lieferwege und ebenso kurze Lagerzeiten. Die Produkte gelangen von den Bauern und Produzenten direkt ins Geschäft. Alles zu seiner Zeit, frisch und in der zum Produkt passenden Saison. Aber auch Schmankerln mit längerer Haltbarkeit, wie Honig, Liköre oder Sirupe, gehören stets zum Angebot im Großarler Troadkastn. Marmeladen und Säfte für den Verkauf kochen die beiden Frauen selbst ein.

Wir sind mit Ehrlichkeit dabei, wir schauen auf die Produkte, wir stehen dahinter. Das ist ganz wichtig. Das spüren auch die Leute.

Martina Hettegger und Kathrin Prommegger
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© www.wolfgangwolak.com

Der kleine Laden in der Dorfstraße ist mittlerweile der Anlaufpunkt für alle Konsumenten der Umgebung, die auf nachhaltige Produkte Wert legen, und auch ein kleiner kultureller Hotspot. Es gibt Verkostungen, man trifft sich zum Tratsch im oder vor dem Laden. So urtümlich und authentisch der Großarler Troadkastn auch ist, dank den beiden Jungunternehmerinnen geht er auch mit der Zeit. Auf sozialen Netzwerken wie Facebook geben sie Einblick in die Herstellung ihrer Produkte, wie der Bernbergbauer Joghurt, Camembert und Schnittkäse herstellt oder wie die Familie Kreuzer aus Großarl ihre verschiedenen Frisch- und Schnittkäse produziert.

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KULTUR.

Zwischen den kulinarischen Köstlichkeiten präsentiert der Troadkastn auch handgemachte Naturkosmetik aus Großarl sowie Zirbenholzpolster aus dem Salzburger Land, zudem Töpferwaren, Strohpatschen, Strickwaren, wie zum Beispiel Handschuhe, oder auch selbst gemachten Schmuck. Kathrin Prommegger: „Wir sind mit Ehrlichkeit dabei, wir schauen auf die Produkte, wir stehen dahinter. Das ist, glaub ich, ganz wichtig. Das spüren auch die Leute.“ Und auch die beiden Jungunternehmerinnen können sich auf ehrliche Geschäftspartner verlassen. Martina Hettegger: „Mit der Volksbank arbeiten wir seit vier Jahren zusammen, und es passt gut, wir sind sehr zufrieden.“

Natürlich ist der Troadkastn mittlerweile eine Touristenattraktion, und die beiden Schwägerinnen sind in der Zwischenzeit über die Grenzen des Großarltals hinaus bekannt. Für sie selbst ist das aber gar nicht so wichtig. „Wir haben damit auch den Bauern und den Produzenten der Region geholfen, ihre Waren einfach zentral zu verkaufen. Früher haben Touristen am Wochenende an jedem Hof angeklopft, um die speziellen Produkte zu kaufen. Jetzt haben unsere Lieferanten da wieder ein bissl mehr Freizeit“, lacht Kathrin Prommegger. Und für die Zukunft wünscht sie sich nur: „Dass es weiterhin so geht, wie es jetzt geht. Wir sind sehr zufrieden. Dass die Bauern das auch in den nächsten Generationen so gut weitermachen. Das soll erhalten bleiben, weil das ganz viel ausmacht für die Region und für uns selber.“

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