
Ein Pro zur Senkung der Lohnnebenkosten. Gastkommentar von Karl-Heinz Kopf von der Wirtschaftskammer Österreich.
Lohnnebenkosten sind ein wesentlicher Teil der gesamten Arbeitskosten, die wiederum maßgeblichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe haben. Eine Senkung der Lohnnebenkosten brächte daher nicht nur Vorteile für die Arbeitgeber in Form von verbesserter Wettbewerbsfähigkeit, sondern in direkter Folge auch für die Mitarbeitenden in Form größerer Arbeitsplatzsicherheit, ohne deren Ansprüche zu schmälern.
Die inflationsbedingt überdurchschnittlichen Lohnerhöhungen der letzten Jahre haben zwar die Kaufkraft der Menschen gesichert, sie haben aber die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplatzsicherheit vieler Betriebe verschlechtert. Eine Senkung jenes Teils der Arbeitskosten, die nicht direkt den Mitarbeitenden zugute kommen, könnte diese Nachteile wieder korrigieren.
Leider wird in der Debatte über das Thema mit sachlich falschen Argumenten agiert. Wir sprechen bei unserer Forderung von jenem Teil der Lohnnebenkosten, mit denen nicht direkt Versicherungsansprüche der Mitarbeitenden finanziert werden, z. B. die Kranken- oder die Pensionsversicherung.
Wir sprechen von jenem Teil der Lohnnebenkosten, mit denen einseitig aus Beiträgen der Arbeitgeber Sozialleistungen wie z. B. die Schülerfreifahrt oder die Schulbuchaktion oder Teile des Wochengelds finanziert werden. Diese Leistungen sind wichtig und richtig, sollten nur aus dem allgemeinen Budgettopf, nicht aus lohnabhängigen Arbeitgeberabgaben finanziert werden.
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