Zumtobel mit deutlichem Ergebniseinbruch - Ausblick stabil

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Der Leuchtenhersteller kämpft mit schwacher Industriekonjunktur
 © APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
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Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2025/26 zwar einen moderaten Umsatzrückgang, aber einen massiven Ergebniseinbruch verzeichnet. Unterm Strich belief sich der Nettogewinn auf 1 Mio. Euro, nach 15,5 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Daher wird der Vorstand den Aktionären vorschlagen, auf die Dividende zu verzichten. Für das laufende Wirtschaftsjahr rechnet der Vorstand mit einem stabilen Umsatz und einer EBIT-Marge zwischen 3 und 5 Prozent.

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Der Umsatz des Leuchtenkonzerns fiel um 5,2 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro, teilte Zumtobel am Donnerstag mit. Währungsbereinigt ergab sich ein Minus von 4,4 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) fiel um 4,5 Mio. Euro auf 42,4 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von 4,1 Prozent, nach 4,3 Prozent im Vergleichszeitraum des Jahres zuvor. Die Senkung von Material-, Personal- und Verwaltungskosten wirkte sich bereits auf die Bruttomarge aus: Diese stieg von 36,5 Prozent auf 37,3 Prozent.

Mit einem Umsatzanteil von 38,1 Prozent blieb die DACH-Region der wichtigste Markt. Hier verzeichnete der Leuchtenkonzern einen Umsatzrückgang um 3 Prozent. In Süd- und Osteuropa gingen die Erlöse um 5,3 Prozent zurück. Deutlich schlechter lief das Geschäft in Nord- und Westeuropa mit einem Umsatzminus von 8,6 Prozent.

Besser lief das Geschäft außerhalb Europas: in Amerika & MEA (Naher Osten & Afrika). Dort stieg der Umsatz um 7,2 Prozent. Daher beschloss der Vorstand, den Aktionären auf der Hauptversammlung eine Aussetzung der Dividendenausschüttung vorzuschlagen. Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel auf 10,7 Mio. Euro, nach 16,1 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Nach Steuern blieb eine Million über, nach 15,5 Mio. Euro zuvor.

Das Lightning Segment, das die Bereiche Leuchten und Lichtlösungen umfasst, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf 832,3 Mio. Euro. Allerdings steigerte Zumtobel das EBIT um 3,4 Mio. Euro auf 54,7 Mio. Euro. Mit Komponenten (Components) verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 11 Prozent auf 266,4 Mio. Euro. Das EBIT brach um 8,9 Millionen auf 4,6 Mio. Euro ein. Hier verwies Zumtobel auf die schwache Industriekonjunktur.

Das magere Ergebnis sieht Zumtobel als Resultat deutlich höherer Ertragssteuern: Diese stiegen von 0,6 Mio. Euro im Wirtschaftsjahr 2024/25 auf nunmehr 9,7 Mio. Euro. Die höheren Ertragssteuern sind auf Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern in den USA, Großbritannien sowie Österreich zurückzuführen, teilte Zumtobel in einer Aussendung mit. Hinzu kamen Einmaleffekte. Sondereffekte belasteten das operative Ergebnis (EBIT). Es fiel um rund 10 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro. Die EBIT-Marge ging von 3 Prozent auf 2,2 Prozent zurück.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr verbuchte das Unternehmen zusätzliche Kosten in Höhe von minus 19,3 Mio. Euro. Zumtobel verweist bei den Sondereffekten auf Restrukturierungsmaßnahmen wie die Schließung des Produktionsstandortes in Highland, New York, auf die Einstellung der Produktion in Frankreich und Aufwendungen für das Effizienzprogramm. Hinzu kam die Abschreibung des Firmenwertes der ZGE Components. Negativ wirkten sich zudem höhere Ertragssteuern infolge von Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern in den USA, Großbritannien und Österreich auf das Jahresergebnis aus.

Wachstumschancen sieht das Unternehmen in energieeffizienten und vernetzten Beleuchtungslösungen für Gebäude. Ein weiterer Bereich mit Potenzial sieht das Unternehmen in FIFA-zertifizierten Flutlichtlösungen.

Ende September wird Bernd Motzko, seit 2018 Chief Operating Officer, aus dem Unternehmen ausscheiden. Seine Aufgaben werden innerhalb der bestehenden Geschäftsbereiche und der Führungsstruktur aufgeteilt.

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