Wirtschaft der Eurozone schrumpft im Mai wie zuletzt 2023

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S&P Global: Einkaufsmanagerindex sank um 1,3 Punkte auf 47,5 Zähler
 © AFP, ALASTAIR PIKE, Apa
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Die vom Iran-Krieg ausgelöste Talfahrt der Wirtschaft der Eurozone hat sich im Mai beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank um 1,3 Punkte auf 47,5 Zähler. Das ist der schlechteste Wert seit rund zweieinhalb Jahren, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Donnerstag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Das Barometer signalisiert erst ab 50 ein Wachstum.

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Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten eine Stagnation auf dem Vormonatswert erwartet. "Die Wirtschaft der Eurozone leidet immer stärker unter den Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten", sagte der Chefvolkswirt von S&P Global, Chris Williamson. Die Umfragedaten deuten darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt in der Währungsunion im laufenden zweiten Quartal um 0,2 Prozent schrumpfen könnte. "Auch der Arbeitsplatzabbau breitet sich in Besorgnis erregendem Maße aus, da die Hoffnung der Unternehmen auf eine rasche Wende des negativen Geschäftsklimas schwindet", betonte Williamson.

Dienstleister schnitten besonders schwach ab

Besonders schwach schnitten im Mai die Dienstleister ab. Hier fiel der Indikator von 47,6 auf 46,4 Punkte, den schwächsten Wert seit mehr als fünf Jahren. "Der Dienstleistungssektor leidet unter den kriegsbedingt steigenden Lebenshaltungskosten, die durch höhere Energiepreise zusätzlich belastet werden", erklärte Williamson.

Das Barometer für die Industrie gab von 52,2 auf 51,4 Zähler nach, hielt sich aber über der Wachstumsschwelle von 50. "Während die Industrie bisher noch vom vorsorglichen Lageraufbau profitierte, lässt der Aufschwung langsam nach", betonte Williamson. Die Nachfrage nach Gütern gehe zurück.

Der Anstieg der Einkaufspreise beschleunigte sich im Mai den siebenten Monat in Folge und erreichte ein Dreieinhalbjahreshoch. Beschleunigt hat sich der Kostenauftrieb sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch bei den Serviceanbietern sowie in Deutschland, Frankreich und den übrigen Euro-Ländern. Das signalisiere eine Inflationsrate von fast vier Prozent - "in Verbindung mit den zunehmenden Anzeichen für ein Abgleiten der Region in eine wirtschaftliche Rezession - ein immer größeres Dilemma für die Geldpolitik darstellt", sagte Williamson.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Sie müsste bei steigendem Inflationsdruck die Zinsen erhöhen, was aber die Konjunktur weiter schwächen könnte.

WASHINGTON - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ALASTAIR PIKE

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