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Der Iran-Krieg wirkt global und in Österreich konjunkturell noch nach: Mit dem Rückgang der Energiepreise werde die Konjunktur ab der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen, schreibt das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) in seiner aktuellen Konjunkturprognose. Das Institut für Höhere Studien (IHS) rechnet im zweiten und dritten Quartal 2026 noch mit einer Stagnation der österreichischen Wirtschaftsleistung, die heimische Wirtschaft soll erst gegen Jahresende wieder an Fahrt gewinnen.
Für das kommende Jahr erhöhten die IHS-Wirtschaftsforscher ihre Wachstumsprognose für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. Die Wifo-Ökonomen erwarten für 2027 nun ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent, um 0,2 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Prognose im April. Österreichs Industrie und Exportwirtschaft dürften bis Ende 2027 wieder am weltweiten Aufschwung teilhaben, erklärten die Wirtschaftsforscher.
Der Iran-Krieg und die gestiegenen Rohöl- und Erdgaspreise haben heuer von März bis Mai die Inflation in Österreich sprunghaft erhöht und die Unternehmens- und Verbraucherstimmung gedämpft. Seit Mitte Mai sinken die Öl- und Spritpreise wieder und näherten sich zuletzt dem Vorkrisenniveau wieder an. Die Institute gehen von einem einen deutlichen Rückgang der Inflation im kommenden Jahr auf 2,3 Prozent (IHS) bzw. 2,4 Prozent (Wifo) aus.
Die schwache Wirtschaftsentwicklung in den vergangenen Jahren belastet den Arbeitsmarkt. Seit Frühjahr 2023 steigen die Arbeitslosenzahlen. Die nationale Arbeitslosenquote stieg von 6,3 Prozent im Jahr 2022 bis auf 7,4 Prozent im Jahr 2025. Im laufenden Jahr erwarten Wifo und IHS noch einen Anstieg der Arbeitslosenrate auf 7,5 Prozent. Im Jahr 2027 soll die Arbeitslosenquote dann auf 7,3 Prozent sinken.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH