Wiener Börse zu Wochenbeginn wieder in Rekordlaune

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Die Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat am Wiener Aktienmarkt zu Wochenbeginn für gehörigen Auftrieb gesorgt. Der heimische Leitindex ATX zog am frühen Montagnachmittag um satte 2,5 Prozent auf 6.416,99 Punkte an und zeigte sich damit erneut in Rekordlaune. Der breiter gefasste ATX Prime konnte sich ebenfalls deutlich um 2,5 Prozent auf 3.163,19 Zähler verbessern.

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Auch die europäischen Leitbörsen tendierten zu Beginn der neuen Handelswoche mit Kursgewinnen. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärte US-Präsident Donald Trump. Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz soll laut US-Angaben aufgrund notwendiger Minenräumung erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden.

Die Ölpreise gerieten merklich unter Druck und sorgen für weiter abnehmenden Inflationsdruck. Dies könnte vor den Zinsentscheiden, die in dieser Woche in den USA, Japan, Großbritannien und der Schweiz anstehen, perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern, hieß es von einem Marktbeobachter.

Unter den heimischen Einzelwerten zeigten sich die Anteilsscheine von AT&S mit einem Kurssprung um 26,7 Prozent. Der Leiterplatten- und IC-Substrat-Hersteller rüstet sich mit einem bis zu zwei Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm in Malaysia für den Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI). Gemeinsam mit dem US-Chipkonzern AMD und einem weiteren Technologieunternehmen fließt das Geld in den Standort Kulim.

AT&S erhöhte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 und erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 45 bis 55 Prozent (bisher: 30 bis 35 Prozent) und eine EBITDA-Marge von 32 bis 37 Prozent (bisher: 25 bis 29 Prozent). Zusätzlichen Auftrieb erhält die Aktie durch den Aufstieg in die europäische Börsenliga: Die AT&S-Titel werden zum 22. Juni in den Stoxx Europe 600 aufgenommen.

Zu den größeren Gewinnern zählten am Montagnachmittag auch DO&CO mit plus 6,4 Prozent sowie FACC mit einem Anstieg um 7,6 Prozent. Titel aus dem Reise- und Luftfahrtsektor fanden sich europaweit weit oben auf den Einkaufslisten der Investoren.

Auch die im ATX schwer gewichteten Bankaktien lagen klar im grünen Bereich. So zogen BAWAG um 3,6 Prozent an und Raiffeisen konnten sich um 2,9 Prozent steigern. Erste Group notierten 2,4 Prozent fester.

Der mögliche Frieden im Iran sorgt bei den Energiewerten hingegen für einen Dämpfer. So rutschten in Wien die Titel der OMV um 4,6 Prozent ins Minus. Verbund gaben um knapp zwei Prozent nach und EVN lagen 0,9 Prozent tiefer.

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WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HANS PUNZ

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