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Die Schwäche der Technologiewerte bremste heute die europäischen Aktienmärkte weiterhin. Mittlerweile hat der Konflikt zwischen den USA und dem Iran aber wieder die Themenhoheit gewonnen. US-Präsident Donald Trump drohte heute dem Iran heute mit einem massiven Militärschlag. Der Iran wiederum warf den USA vor, das Abkommen gebrochen zu haben und verwies auf die Militärschläge, neue Ölsanktionen und israelische Angriffe auf den Libanon. Im Windschatten dieses Konflikts sind die Ölpreise wieder in die Höhe gegangen. Ein Barrel (159 Liter)der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August zog um über fünf Prozent in die Höhe.
"Der Nahostkonflikt droht, wieder von der Neben- auf die Hauptbühne der Finanzmärkte zu wechseln", warnte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Damit könnte ein Risiko zurückkehren, das viele Anleger zuletzt ausgeblendet hatten."
In Österreich haben sich AT&S von ihrem Tief erholt und als Spitzenwert im ATX mit 4,6 Prozent ins Plus gedreht, nachdem sie gestern über zehn Prozent abgeben mussten. Von den steigenden Ölpreisen profitierten die heimischen Energiewerte, die heute durchwegs in die Höhe zogen. OMV bauten 3,93 Prozent auf. SBO legten 2,7 Prozent, Verbund 0,8 Prozent zu. EVN gewannen leichte 0,2 Prozent.
Die schwer gewichteten Bankaktien tendierten heute schwach. BAWAG lagen bei minus 1,5 Prozent, Erste Group bei minus 4,7 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) als ATX-Schlusslicht bei minus 6,0 Prozent.
Agrana fanden sich 2,1 Prozent tiefer. Die Aktie wurde heute allerdings ex-Dividende gehandelt.
Kapsch TrafficCom zogen heute als Topwerte im ATX Prime gute 6,0 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hat bekanntgegeben, die Mehrheit seiner Anteile an der deutschen Tochter tolltickets zu verkaufen. Der Verkauf muss noch behördlich genehmigt werden, mit dem Vollzug rechnet Kapsch bis Jahresende. Der Deal soll sich mit 10 Mio. Euro einmalig positiv auf das konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) auswirken, teilte Kapsch am Mittwoch mit.