Wiener Börse verliert in schwachem Umfeld, ATX -1,7 %

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Tiefrote Tech-Vorgaben, AT&S rasseln hinab
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
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Am Wiener Aktienmarkt hat sich die leichte Kursschwäche der Vortage vor dem Wochenende noch einmal verschärft. Weitere Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten und eine Fortsetzung der Angriffe im Nahen Osten minderten vor dem Wochenende allgemein die Risikofreude am Markt. Beim ATX, der aufgrund seiner zyklischen Zusammensetzung Marktschwankungen üblicherweise verstärkt nachvollzieht, fielen die Verluste damit noch einmal deutlicher aus als im europäischen Umfeld.

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Somit gab der österreichische Leitindex am Freitag bis gegen 14.20 Uhr um 1,69 Prozent auf 6.350,56 Punkte nach. Damit fiel er weiter von der 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend ab und droht auf den tiefsten Stand seit Ende Juni zu fallen. Auf Wochensicht deutet sich ein Verlust von rund zwei Prozent an. Für den ATX Prime ging es am Berichtstag um 1,60 Prozent auf 3.129,58 Zähler hinab.

Die heimischen Indizes folgten damit sehr schwachen internationalen Vorgaben. Vor allem in Tokio sowie zuvor schon an der US-Technologie-Börse Nasdaq standen einmal mehr besonders Aktien mit KI-Bezug unter Druck. Aktuell zeichnen sich bei letzterer ein weiterer deutlicherer Verlust ab. Nach deren Rally bis in den Juni hinein machen viele Anleger weiter Kasse.

Im Nahen Osten führten die USA und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe fort, aber ohne größere Auswirkungen auf die Ölpreise. Die Marktteilnehmer hätten sich jedoch bereits an das Szenario eines gescheiterten Friedensabkommens gewöhnt, schrieben die Marktbeobachter der Helaba.

Mit Blick auf Unternehmensnachrichten hob Frequentis seinen Umsatzausblick an, was den Titeln ein Plus von gut fünf Prozent bescherte. Den Margenausblick hielt der Technologiekonzern aufrecht. Die Analysten der Erste Group bewerteten die Neuigkeit als positiv und verwiesen auf die typischerweise konservative Guidance des Unternehmens.

Schwächster ATX-Wert waren AT&S, bei denen sich die allgemeine Tech-Schwäche mit einem Abschlag von rund siebeneinhalb Prozent widerspiegelte. Verluste gab es in der Breite in zyklischen Aktien aus den Bereichen Banken, Bau und Industrie. Unter ersteren büßten BAWAG, Erste Group und RBI jeweils zwischen 2,4 und 3,2 Prozent ein. Etwas höher tendierten hingegen tendenziell Öl- und Versorgeraktien.

Die im Nebenwerte-Segment standard market notierte Marinomed will die Einleitung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beantragen - bereits das zweite Mal nach dem Sommer 2024. Der Aktienkurs der Biotechnologieunternehmens brach um zwei Drittel auf das damalige Niveau ein.

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