Wiener Börse steigt am Nachmittag um 0,38 Prozent

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Für die Porr-Aktien geht es an der Wiener Börse steil bergab
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Freitagnachmittag weiterhin mit Gewinnen präsentiert. Der heimische Leitindex ATX legte gegen 14.00 Uhr um 0,38 Prozent auf 6.481,44 Punkte zu. Der ATX Prime gewann im Gleichschritt 0,38 Prozent auf 3.187,86 Zähler. Der Handel an den europäischen Leitbörsen verlief ruhig mit größtenteils kleinen Verlusten.

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Weiterhin im Blick haben die Anleger den Iran-Krieg. Trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter. Allerdings sind die Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormuz Berichten entsprechend wieder zurückgegangen. Lediglich 22 Schiffe haben die Meerenge am Donnerstag passiert, wie Daten des Anbieters Kpler zu entnehmen ist, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Mittwoch seien die Transite demnach noch bei 30 gelegen. Am Donnerstag vor einer Woche - vor Ausbruch der neuerlichen Kämpfe - lag der Zähler noch bei 48 Passagen.

Für die Werte von Porr geht es am Nachmittag weiter steil bergab. Sie fielen um über 10 Prozent auf 38,60 Euro. Der Großaktionär IGO Industries veräußere vier Prozent der Porr-Aktien, teilte der Baukonzern in der Früh mit. Dadurch steige der Streubesitz auf 56,6 von zuvor 52,6 Prozent. Der Anteil des aus IGO und der Strauss-Gruppe bestehenden Syndikats sinke auf 43,4 Prozent, wobei die Kontrollverhältnisse unberührt blieben. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss erhofft sich von dem Schritt eine liquidere Aktie. Das gilt ebenso für eine höhere Attraktivität für Anleger.

An der ATX-Spitze thronten die Aktien von voestalpine mit einem Plus von 6,42 Prozent auf 43,42 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Stahlkonzerns. Auch das Kursziel in Höhe von 60,00 Euro wurde von Analyst Bastian Synagowitz unverändert beibehalten. Laut Marktbeobachtern stufte zudem die US-Bank JPMorgan die voestalpine von "Underweight" auf "Overweight" hoch.

Dahinter legten OMV um 1,36 Prozent auf 59,80 Euro zu. Die Analysten von UBS bestätigten ihr Kursziel für die OMV-Aktie von 63 Euro. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analyst Joshua Stone unverändert gehalten. Die UBS-Analysten verweisen angesichts des jüngsten Trading-Updates auf solide Quartalszahlen der OMV.

Der Nationalrat beschließt im Laufe des Tages das Doppelbudget für die kommenden beiden Jahre. Laut Analyse der Nationalbank (OeNB) treffen die Maßnahmen der Regierung bei Unternehmen vor allem den Bankensektor. Dennoch waren die schwer gewichteten Bankenwerte gut gesucht. So stiegen die Aktien von RBI, Erste und BAWAG um bis zu 0,65 Prozent.

Unternehmen sind laut der Analyse von den Konsolidierungs- und Offensivmaßnahmen je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich betroffen. Am stärksten ins Gewicht fällt die Bankenabgabe, für den Finanzsektor erhöht sich die Steuerbelastung insgesamt um 1,3 Prozent der Bruttowertschöpfung. Bei den anderen Branchen ergibt sich eine Entlastung zwischen 0,2 bis 0,4 Prozent. Die Senkung der Lohnnebenkosten begünstigt besonders Unternehmen mit hoher Lohnsumme, in Industrie, Handel, Bau, im Bereich Erziehung/Unterricht und Gesundheits- und Sozialwesen. Die progressive Körperschaftsteuererhöhung trifft dagegen vor allem die Sektoren Energie, Handel, Finanz- und Immobilien, die FLAF-Pflicht für ältere Unternehmen besonders Kommunikation und öffentliche Verwaltung.

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