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Noch trübte die ungewisse Lage im Nahen Osten nicht die Stimmung. Vertreter des Iran reisen in den kommenden Tagen zu Gesprächen über die Umsetzung des Rahmenabkommens mit den USA nach Katar. "Eine Expertendelegation aus der Islamischen Republik Iran wird im Laufe dieser Woche nach Doha reisen", sagte der iranische Außenministeriumssprecher, Esmail Baghaei. Verhandlungen mit der US-Seite seien in den kommenden Tagen keine geplant. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Teheran habe um ein Treffen am Dienstag in Doha gebeten.
Datenseitig richten sich die Blicke derzeit auf Deutschland: So hat etwa der Umsatz im deutschen Einzelhandel im Mai überraschend zugelegt. Das Statistische Bundesamt meldete am Dienstag in Wiesbaden ein um Kalender-, Preis- und Saisoneffekte bereinigtes Plus (real) von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet.
Angesichts des Ölpreisschocks in Folge des Iran-Kriegs sind die Preise für nach Deutschland importierte Güter im Mai stärker als erwartet gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Einfuhrpreise um 6,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Hintergrund ist die seinerzeitige faktische Sperrung der Straße von Hormuz für Transporte für Öl und Gas. Es war der stärkste Anstieg seit Dezember 2022. Analysten hatten mit einem Plus von 6,5 Prozent gerechnet.
In Österreich war es bisher noch ruhig. Die Erste Group Research hat für UBM das Kursziel von 28,0 auf 26,0 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde aufrecht gehalten. Das internationale Umfeld erschwere es UBM, Verkäufe zu realisieren. Die Analysten der Erste Research gehen aber davon aus, dass das Unternehmen die Situation gut meistern wird. UBM lagen heute noch unbewegt bei 17,2 Euro.
Nachdem die AT&S-Papiere gestern 0,6 Prozent abgegeben haben, bauten sie heute Früh wieder starke 9,1 Prozent auf. Erste Group stiegen um rund ein Prozent, auch die Branchenkollegen Raiffeisen Bank International (0,6 Prozent) und BAWAG (0,5 Prozent) legten zu.
Am Ende des Feldes tummelten sich Kapsch TrafficCom (- 3,0 Prozent), Polytec (- 2,3 Prozent) und Telekom Austria (- 1,9 Prozent).