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Unter den größten ATX-Gewinnern fanden sich im Frühhandel AT&S mit einem Plus von 3,0 Prozent. Europaweit zählten Halbleiterwerte zu den größeren Gewinnern. Die Aktien der Branche profitierten von der Erholung der stark vom KI-Boom abhängigen Börse in Südkorea. Gesucht waren auch die Bankwerte BAWAG, Erste Group und RBI und konnten sich mit Gewinnen zwischen 1,5 und gut 3 Prozent von ihren Vortagesverlusten erholen.
OMV-Aktien fielen trotz eines gut aufgenommenen Zwischenberichts zum Quartal um 0,8 Prozent. Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern hat im abgelaufenen zweiten Quartal 2026 von deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen profitiert. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Trading Statement hervorgeht, ist die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen leicht gestiegen. Der Konzern rechnet in fast allen Sparten mit einem höheren operativen Ergebnis als im Vorquartal.
Die Analysten der Erste Group und der RBC Capital Markets schrieben in ersten Reaktionen unisono von einem starken Zwischenbericht und werteten die Nachricht positiv. Die Experten von Barclays haben ihre Prognose für das operative Ergebnis der OMV-Gruppe im zweiten Quartal in Reaktion auf den Bericht auf 1,7 Mrd. Euro angehoben.
Agrana-Aktien gewannen nach Vorlage von Quartalszahlen 1,3 Prozent. Nach Verlusten im Vorjahr kehrte der Nahrungsmittel-und Industriegüterkonzern Agrana im ersten Quartal 2026/27 wieder in die Gewinnzone zurück. Das Konzernergebnis verbesserte sich aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen von minus 7,9 auf plus 19,3 Mio. Euro. Auch die ebenfalls vorgelegten Ergebnisse des deutschen Agrana-Miteigentümers Südzucker wurden am Markt gut aufgenommen. Südzucker-Aktien stiegen an der Frankfurter Börse zuletzt um 3,3 Prozent.
Aufmerksam verfolgt werden an den Märkten nun weiter alle Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt. Die Signale bleiben zwiespältig: Einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits will der Iran laut US-Präsident Donald Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA.
Impulse für die Börsen könnten auch die am Nachmittag anstehenden US-Daten bringen. Erwartet werden die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser. Die Daten zu den Eigenheimverkäufen und hier insbesondere die Preisentwicklung könnten Rückschlüsse auf die Konsumneigung der US-Verbraucher liefern, schreiben die Analysten der Helaba.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER