Wiener Börse setzt Rekordkurs fort, ATX gewinnt 1,11 Prozent

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Heimischer Leitindex steht vor 5. Gewinntag in Folge
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Nachmittagshandel mit ausgeweiteten Zuwächsen präsentiert. Der ATX legte gegen 14.20 Uhr um 1,11 Prozent auf 6.516,57 Einheiten zu und steht damit bereits vor seinem 5. Gewinntag in Folge. Der Rekordkurs beim heimischen Leitindex wird damit fortgesetzt. An den wichtigsten europäischen Leitbörsen gab es zur Wochenmitte noch keinen klaren Richtungstrend zu sehen.

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Das Highlight des heutigen Tages dürfte am Abend international die Entscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed darstellen, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Frühkommentar. Mit einer Veränderung des Leitzinsniveaus ist nicht zu rechnen und marktseitig ist dies auch vollkommen antizipiert. Wichtiger wird die Kommunikation der Notenbanker sein, hieß es weiter von den Experten.

Am heimischen Aktienmarkt stand Kapsch TrafficCom mit der Vorlage endgültiger Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr im Fokus. Laut Erste Group-Analysten entsprachen die Ergebnisse den vorläufigen Zahlen.

Der Wiener Mautsystemanbieter hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 einen deutlichen Umsatzrückgang verbucht. Die Verkaufserlöse sanken gegenüber dem Jahr davor von rund 530 auf 431 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte dank einer vergleichsweisen Einigung mit der Bundesrepublik Deutschland 8 Mio. Euro. Die Kapsch-Papiere gaben 1,4 Prozent nach.

Einen Kurssprung von zehn Prozent auf 26,7 Euro absolvierte die Lenzing-Aktie. Hier beflügelte wohl eine positivere Expertenmeinung. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Anlagevotum für die Titel des Faserherstellers von "Hold" auf "Buy" hochgenommen und das Kursziel von 24 auf 29,5 Euro nach oben revidiert.

Semperit legten 0,7 Prozent zu. Die B&C-Gruppe hält laut Angaben vom Dienstagabend bald 63,4 Prozent an Semperit. Mit einem Übernahmeangebot, dessen Frist am 12. Juni geendet hatte, hat B&C den Anteil am Kautschukverarbeiter damit um gut 5 Prozent gesteigert, zuvor hatte man 58 Prozent gehalten.

Die Aktien von Strabag werden zur Wochenmitte ex Dividende in Höhe von 2,9 Euro je Anteilsschein gehandelt. Die Titel des Baukonzerns gaben 3,1 Prozent bzw. 2,9 Euro auf 91 Euro nach. Bereinigt um den Dividendenabschlag würden sie somit unverändert tendieren.

Die Papiere von AT&S zogen nach den klaren Vortagesabschlägen um 7,1 Prozent hoch. Am Dienstag hatten die Titel des Leiterplattenherstellers 6,7 Prozent eingebüßt, nach einem Kurssprung zum Wochenstart in Höhe von 36 Prozent.

Ins Blickfeld der Akteure rückten neben der Fußball-WM auch heimische Inflationszahlen. Die Inflation in Österreich hat im Mai weiter zugelegt. Die Teuerungsrate kletterte auf 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im April, wie die Statistik Austria mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,1 Prozent. Damit wurde eine frühere Schnellschätzung bestätigt. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren Dienstleistungen, auch Preiserhöhungen bei Treibstoff und Heizöl trugen dazu bei.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ

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