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Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten machen der Fed einen Strich durch die Rechnung - und verliehen den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks deutlich Rückenwind, hieß es von Expertenseite. Die Jobdaten für Juni zeigten, dass sich die Einstellungsdynamik in den Vereinigten Staaten deutlich verlangsamt hat. "Damit rücken weitere Zinserhöhungsspekulationen vorerst in den Hintergrund; vielmehr dürfte der Markt nun verstärkt auf eine geldpolitische Lockerung im vierten Quartal nach den US-Zwischenwahlen setzen", formulierte eine Expertin von IG.
Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene Zumtobel ins Blickfeld der Akteure. Der Vorarlberger Leuchtenkonzern hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang sowie einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnet. Daher beschloss der Vorstand, den Aktionären auf der Hauptversammlung eine Aussetzung der Dividendenausschüttung vorzuschlagen.
Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel auf 10,7 Mio. Euro, nach 16,1 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Nach Steuern blieb eine Million über, nach 15,5 Mio. Euro zuvor. Die Analysten der Erste Group schrieben, dass die vorläufigen Zahlen auf operativer Ebene im Großen und Ganzen den Erwartungen entsprachen, Umsatz und bereinigtes EBIT lagen leicht über den Prognosen. Die Dividendenaussetzung überschattete aber die Ergebnisse. Die Zumtobel-Aktie reagierte mit einem Kursabschlag von 3,5 Prozent.
Klar nach oben ging es unter den Schwergewichten in Wien mit der OMV-Aktie mit einem Kursplus von 3,5 Prozent. voestalpine stärkten sich in einem sehr festen europäischen Stahlsektor um 2,6 Prozent. Erste Group verteuerten sich um 2,7 Prozent.
Andritz legten 1,9 Prozent zu. Der Grazer Anlagenbauer muss wegen der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie im laufenden Jahr weiter restrukturieren. Dies gelte "insbesondere bei Schuler und in Deutschland", sagte Konzernchef Joachim Schönbeck in einem Reuters-Interview. Bei der deutschen Tochter sollen heuer rund 500 weitere Stellen abgebaut werden. Bereiche wie Werkzeugbau und Pilotproduktionen würden voraussichtlich eingestellt.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER