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Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran sorgte international für zurückhaltende Anleger. Militärische Spannungen und gegenseitige Angriffe überschatten die Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs. Zudem stiegen die Ölpreise wieder klar an und aus den USA kamen neue Zolldrohungen.
Auf Unternehmensebene rückte am heimischen Aktienmarkt voestalpine mit einer Zahlenpräsentation in den Fokus. Der Stahlkonzern hat seine Ergebnisse im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 deutlich verbessert. Der Konzerngewinn stieg "trotz volatilem Umfeld" um fast 138 Prozent auf 424 Mio. Euro. Die seit 4. Juni 2025 geltenden US-Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Stahl hätten das Ergebnis "in Höhe eines hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrages" belastet. Der Umsatz sank von 15,7 auf 15,1 Mrd. Euro. Die Analysten der Erste Group schreiben in einer ersten Einschätzung, dass die Resultate für das abgelaufene Jahresviertel über den eigenen und den Markterwartungen ausfielen. Auch die Experten von Barclays bewerteten das Zahlenwerk als stark, der Ausblick auf das heurige Jahr wurde als konservativ eingestuft. Die Aktie schloss mit plus 2,3 Prozent.
Die Strabag-Aktie baute ein Plus von 1,2 Prozent. Der Baukonzern wird um 255 Mio. Euro einen 31 km langen Bahnabschnitt in Polen modernisieren.
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat sich im Bieterkampf um die Addiko Bank bereits gut ein Drittel der Anteile gesichert. Bis zum Mittwochmorgen sind dem Institut 34,75 Prozent der Aktien angedient worden. Der Rivale, die slowenische Nova Ljubljanska Banka (NLB), kann damit seine angestrebte Mindestannahmequote von 75 Prozent rechnerisch nicht mehr erreichen. Die RBI-Titel fielen leicht um 0,10 Prozent.
Bei den Branchenkollegen ging es deutlicher ins Minus. Die Aktionäre der BAWAG mussten ein Minus von 2,7 Prozent verbuchen. Erste Group verbilligten sich um 2,2 Prozent.
Dank höherer Ölpreise gewannen die OMV-Papiere in einem festen Sektor um 1,3 Prozent. Die Anteilsscheine des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO zogen zwei Prozent hoch.
Klar abwärts ging es mit den Aktienkursen der Versicherungskonzerne. Bei der Vienna Insurance Group gab es einen Abschlag von 2,3 Prozent zu sehen. UNIQA gaben 0,9 Prozent nach.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER