Wiener Börse (Nachmittag) - ATX liegt bei minus 1,3 Prozent

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Wien verharrt im Tief
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
©APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der Wiener Aktienmarkt hat heute im Verlauf die Schwächephase prolongiert. Der Leitindex ATX notierte mit minus 1,27 Prozent bei 6.405,90 Punkten. Ähnlich tendierte der weiter gefasste ATX Prime, der 1,25 Prozent auf 3.151,31 Einheiten verlor. An den europäischen Börsen war ein ähnliches Bild zu beobachten.

von

Die Schwäche der Technologiewerte bremst die europäischen Aktienmärkte weiterhin. Der südkoreanische Leitindex Kospi, zuletzt Sinnbild der KI-Rally, hat am Mittwoch abermals unter Gewinnmitnahmen durch Investoren bei zuvor stark gelaufenen KI-Werten gelitten. International stehen heute keine relevanten Datenveröffentlichungen auf dem Zettel.

Wieder mehr zum Thema könnte der Iran-Krieg werden - mit den damit korrelierenden Ölpreisen. Beim NATO-Gipfel in Ankara dreht US-Präsident an der Eskalationsschraube im Konflikt mit dem Iran. Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte Trump, dass die Waffenruhe mit dem Iran aus seiner Sicht beendet sei, schloss die Tür für weitere Verhandlungen jedoch nicht ganz. Der Super-GAU blieb immerhin aus. Trump reiste nicht vorzeitig ab und nahm am Mittag wie geplant an der Arbeitssitzung des Gipfels teil.

"Der Nahostkonflikt droht, wieder von der Neben- auf die Hauptbühne der Finanzmärkte zu wechseln", warnte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Damit könnte ein Risiko zurückkehren, das viele Anleger zuletzt ausgeblendet hatten."

In Österreich konnte der steirische Halbleiterhersteller AT&S den jüngsten Abwärtstrend stoppen. Nachdem AT&S gestern mit über zehn Prozent aus dem Tag gingen, drehten sie heute auf plus 1,2 Prozent.

Der durch die brisante Lage im Nahen Osten wieder anziehende Ölpreis zog auch Österreichs Energiewerte nach oben. Topwert im ATX waren dementsprechend OMV, die 2,8 Prozent aufbauten. Verbund und SBO gewannen 2,3 Prozent bzw. 1,7 Prozent. Am Ende des ATX fanden sich Do&Co, die 3,7 Prozent abgaben.

Die im ATX schwer gewichteten Bankaktien tendierten schwach. BAWAG lagen bei minus 0,8 Prozent, Erste Group bei minus 3,2 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) bei minus 3,4 Prozent.

Agrana fanden sich bis jetzt 2,1 Prozent tiefer. Die Aktie wird heute allerdings ex-Dividende gehandelt.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Nur jetzt ein ganzes Jahr trend. für nur €10,99 pro Monat!