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Auch die etwas ungewisse Lage im Nahen Osten trübte nicht die Stimmung. Man scheint dem Motto "Hauptsache es wird nicht geschossen" zu folgen. Spitzenvertreter der USA sind nach Angaben aus Katar in dem Golfstaat zu Besuch, ein Treffen mit iranischen Vertretern ist demnach aber nicht geplant. Das sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums am Dienstag. Geplant seien nur Treffen mit Vermittlern, um über Fortschritte in den Verhandlungen zum Krieg zu sprechen.
Datenseitig richten sich die Blicke derzeit auf Deutschland: So hat etwa der Umsatz im deutschen Einzelhandel im Mai überraschend zugelegt. Das Statistische Bundesamt meldete am Dienstag in Wiesbaden ein um Kalender-, Preis- und Saisoneffekte bereinigtes Plus (real) von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet.
Die Märkte blicken zudem auf die Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) im portugiesischen Sintra. Die EZB bleibt trotz der Fortschritte im Friedensprozess zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise dämpfen, besorgt über die Inflation. Der deutsche Bundesbankchef Joachim Nagel rechnet mittlerweile mit anhaltendem Preisdruck im Euroraum und hält sich mit Blick auf den Leitzins alle Optionen offen: "Ich erwarte, dass die Inflationsrate deutlich über unserem Ziel bleiben wird."
In Österreich hat die Erste Group Research für UBM das Kursziel von 28,0 auf 26,0 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde aufrecht gehalten. Das internationale Umfeld erschwere es UBM, Verkäufe zu realisieren. Die Analysten der Erste Research gehen aber davon aus, dass das Unternehmen die Situation gut meistern wird. UBM lagen unbewegt bei 17,2 Euro.
An der US-Technologiebörse Nasdaq war es am Vortag kräftig nach oben gegangen. Davon profitierte auch der steirische Halbleiterhersteller AT&S. Die AT&S-Papiere zogen als ATX-Topperformer 7,0 Prozent hinauf, nachdem sie gestern noch 0,6 Prozent abgeben mussten.
Erste Group stiegen um 1,6 Prozent, auch die schwergewichteten Branchenkollegen Raiffeisen Bank International (1,0 Prozent) und BAWAG (0,8 Prozent) legten zu. Gut lief es auch für die OMV, die 1,0 Prozent zulegen konnte.
Am Ende des Feldes fanden sich Kapsch TrafficCom (- 3,0 Prozent), Do&Co (- 1,8 Prozent) und Telekom Austria (- 1,4 Prozent).