Wiener Börse fester, ATX weitet Plus auf 1,56 Prozent aus

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Zumtobel-Aktie nach Dividendenaussetzung unter Verkaufsdruck
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag im Nachmittagshandel mit klar ausgeweiteten Zuwächsen präsentiert. Gegen 14.25 Uhr gewann der heimische Leitindex ATX 1,56 Prozent auf 6.486,37 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte 1,2 Prozent an Wert eingebüßt hatte.

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Auch an den europäischen Leitbörsen gab es deutliche Kursaufschläge zu sehen. Internationales Thema ist am Berichtstag vor allem die Bekanntgabe des US-Arbeitsmarktberichtes für das abgelaufene Monat. Vorbörsliche Indikatoren lassen auch Gewinne an den US-Börsen erwarten.

Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene Zumtobel ins Blickfeld der Akteure. Der Vorarlberger Leuchtenkonzern hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang sowie einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnet. Daher beschloss der Vorstand, den Aktionären auf der Hauptversammlung eine Aussetzung der Dividendenausschüttung vorzuschlagen.

Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel auf 10,7 Mio. Euro, nach 16,1 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Nach Steuern blieb eine Million über, nach 15,5 Mio. Euro zuvor. Die Analysten der Erste Group schrieben, dass die vorläufigen Zahlen auf operativer Ebene im Großen und Ganzen den Erwartungen entsprachen, Umsatz und bereinigtes EBIT lagen leicht über den Prognosen. Die Dividendenaussetzung überschattete aber die Ergebnisse. Die Zumtobel-Aktie reagierte mit einem Kursabschlag von 3,7 Prozent.

Klar nach oben ging es unter den Schwergewichten in Wien mit der OMV-Aktie mit einem Kursplus von drei Prozent. voestalpine stärkten sich in einem sehr festen europäischen Stahlsektor um 4,8 Prozent. Erste Group verteuerten sich um 1,9 Prozent.

Andritz legten 0,8 Prozent zu. Der Grazer Anlagenbauer muss wegen der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie im laufenden Jahr weiter restrukturieren. Dies gelte "insbesondere bei Schuler und in Deutschland", sagte Konzernchef Joachim Schönbeck in einem Reuters-Interview. Bei der deutschen Tochter sollen heuer über rund 500 weitere Stellen abgebaut werden. Bereiche wie Werkzeugbau und Pilotproduktionen würden voraussichtlich eingestellt.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ

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