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Wienerberger-Aktien büßten nach einer Prognoserevision des Baustoffkonzerns und der Meldung von Quartalszahlen im Frühhandel 6,0 Prozent ein. Wienerbreger hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines Umsatzanstiegs weniger operativen Gewinn erzielt. Während die Erlöse im Jahresabstand um 13 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro zulegten, schrumpfte das operative EBITDA von 253 auf 230 Mio. Euro. Hauptgrund war laut Wienerberger ein unerwartet schwacher Wohnungsneubau, vor allem in Nordamerika. Der Jahresausblick wurde gesenkt. Die Analysten der Erste Group werten die Zahlen in einer ersten Reaktion negativ. Sie haben zwar eine Gewinnwarnung erwartet, das Ausmaß der Prognosesenkung war aber deutlich stärker als erwartet.
Zahlen gab es in der Früh auch von der BAWAG. Das Bankhaus hat im ersten Halbjahr 2026 mehr eingenommen und mehr Gewinn erzielt. Der Nettozinsertrag kletterte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7 Prozent auf 968,4 Mio. Euro, beim Provisionsüberschuss gab es ein Plus von 12 Prozent auf 200,2 Mio. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 487,3 Mio. Euro, das ist fast ein Fünftel mehr als im ersten Halbjahr 2025. Den Analysten der Erste Group zufolge haben die Zahlen die Erwartungen übertroffen. An der Börse gaben BAWAG-Aktien nach der Zahlenvorlage dennoch 1,0 Prozent nach.
Stark gesucht waren im Frühhandel AT&S und lagen mit einem Plus von 6,5 Prozent an der ATX-Spitze. Auch an anderen Börsen in Europa waren Aktien aus der Halbleiterbranche stark gesucht. So lagen die Chipwerte ASML und Infineon mit Gewinnen von 2,8 bzw. 1,7 Prozent ganz oben im Euro-Stoxx-50. Aktien der Branche profitierten am Dienstag von guten Vorgaben aus Seoul. Dort legten KI- und Halbleiteraktien, die zuletzt in großem Stil verkauft worden waren, wieder zu.
Mit Spannung erwartet werden an den Märkten jetzt die im Wochenverlauf anstehenden Quartalszahlen einiger wichtiger US-Konzerne. Impulse könnte auch der am Donnerstag anstehende Leitzinsentscheid der EZB liefern. Am Markt wird trotz der jüngsten Ölpreisentwicklung damit gerechnet, dass die EZB die Leitzinsen nicht verändern wird. Allerdings steigt nach Einschätzung des Bankhauses Metzler die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbanker angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten im September wieder aktiv werden müssen.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER