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Belastet wurden Europas Börsen besonders durch Gewinnmitnahmen an den asiatischen Aktienmärkten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Rahmenabkommen zur endgültigen Beendigung des Kriegs gehen momentan auf technischer Ebene weiter. Für Ungemach könnte das Thema Atom-Inspektion im Iran sorgen. Die Darstellungen von Washington und Teheran gehen diesbezüglich auseinander. US-Präsident Donald Trump schrieb am Dienstag in den sozialen Medien, dass der Iran voll und ganz dem höchsten Standard an Nuklear-Inspektionen zugestimmt habe - und zwar zeitlich unbegrenzt. Der iranische UNO-Botschafter Ali Bahreini hatte zuvor Angaben von US-Vizepräsident JD Vance über gemeinsame Vereinbarungen widersprochen.
Europas Wirtschaft schrumpft weiterhin, vermeidet aber eine Rezession. Das geht aus der monatlichen Unternehmensumfrage Finanzdienstleister S&P Global hervor. Die Wirtschaft in der Eurozone hat demnach zum Ende des ersten Halbjahres die Rückkehr in die Wachstumszone verpasst. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister stieg im Juni zum Vormonat zwar um einen Zähler auf 49,5 Punkte, blieb damit allerdings weiter unter der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Fachleute hatten nur einen Anstieg auf 49,1 Zähler erwartet.
In Österreich haben die Papiere des steirischen Halbleiterunternehmens AT&S heute den asiatischen Trend zu spüren bekommen. Sie gaben zum Tagesschluss 6,7 Prozent ab, nachdem sie gestern noch knapp sechs Prozent zulegen konnten. AT&S reduzierten im Finale noch die Verluste, die bereits bei fast zehn Prozent gelegen waren. Die Aktien des Halbleiterunternehmens AT&S haben seit Jahresbeginn fast 590 Prozent aufgebaut. Neben AT&S lagen Lenzing (- 4,6 Prozent) und Polytec (- 3,0 Prozent) am Ende des ATX Prime-Segment.
Die schwergewichteten Bankenwerte tendierten unterschiedlich. BAWAG lagen bei plus 0,3 Prozent, Raiffeisen Bank International (RBI) bei minus 0,4 Prozent und Erste Group bei minus 0,7 Prozent. Die OMV rettete sich mit 0,1 Prozent gerade noch in den Gewinnbereich.
An der Spitze des ATX lagen Strabag, die gute 2,5 Prozent hochzogen, Porr mit plus 1,6 Prozent und Vienna Insurance Group mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent.