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Gewinnmitnahmen an den vor allem technologielastigen asiatischen Börsen bremsen den gesamten europäischen Markt. Von den Nahostverhandlungen wird heute kein Störfeuer erwartet. Die Gespräche über ein Rahmenabkommen zur endgültigen Beendigung des Kriegs gehen momentan auf technischer Ebene weiter, wie US-Vizepräsident JD Vance bestätigte. Außerdem bleibe es abzuwarten, ob die Entspannung am Persischen Golf und bei den Ölpreisen bereits zu einer neuen Stimmungsverbesserung beitragen kann, oder ob sich dies erst im Verlauf der kommenden Monate zeigen werde, schreiben die Experten der Helaba.
Europas Wirtschaft schrumpft weiterhin, vermeidet aber eine Rezession. Das geht aus der monatlichen Unternehmensumfrage Finanzdienstleister S&P Global hervor. Die Wirtschaft in der Eurozone hat demnach zum Ende des ersten Halbjahres die Rückkehr in die Wachstumszone verpasst. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister stieg im Juni zum Vormonat zwar um einen Zähler auf 49,5 Punkte, blieb damit allerdings weiter unter der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Fachleute hatten nur einen Anstieg auf 49,1 Zähler erwartet.
In Österreich war es unternehmensseitig noch sehr ruhig. Die Papiere des steirischen Halbleiterunternehmens AT&S haben den asiatischen Trend zu spüren bekommen. Sie gaben bereits 9,6 Prozent ab, nachdem sie gestern noch knapp sechs Prozent zulegen konnten. Trotzdem liegen AT&S seit Jahresbeginn bei plus 570 Prozent. Satt im Minus fanden sich zyklische Werte wie Lenzing (-5,3 Prozent) und Polytec (-4,1 Prozent).
Auch die schwergewichteten Bankenwerte lagen allesamt im Verlustbereich: BAWAG minus 1,3 Prozent, Erste Group minus 2,4 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) minus 2,8 Prozent.
Im Gewinnbereich des ATX Prime-Segment fand sich nur eine Handvoll Werten. EuroTeleSites bauten 0,7 Prozent, Flughafen Wien 0,6 Prozent und Vienna Insurance Group 0,5 Prozent.