Warsh spannt Fachleute für Fed-Reform ein

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Harvard-Professoren und Ex-Zentralbankchefs
 © APA/APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
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Fed-Chef Kevin Warsh stützt sich bei der von ihm angestrebten Reform der US-Notenbank auf Prominenz aus der Welt der Wissenschaft und Geldpolitik. Wie die Federal Reserve mitteilte, wurde der frühere Chef der Bank of England, Mervyn King, in die Leitung einer Projektgruppe berufen. Er kümmert sich ebenso wie der einstige Präsident der Notenbank von Brasilien, Arminio Fraga, federführend um das Thema Kommunikation.

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Komplettiert wird die Führung von dem Wirtschaftsprofessor Peter R. Fisher von der University of Washington. Die Arbeitsgruppe soll laut der US-Notenbank ausloten, wie die Fed geldpolitische Beratungen und Entscheidungen in Zeiten der Ungewissheit kommuniziert.

Eine andere Gruppe fokussiert sich auf die Bilanz: Sie soll die Kosten, den Nutzen und die institutionellen Auswirkungen des aktuellen Bilanzregimes der Federal Reserve unter die Lupe nehmen. Die Leitung übernimmt die Harvard-Professorin Karen Dynan, zusammen mit dem früheren indischen Zentralbankchef Raghuram Rajan und dem Ex-Fed-Direktor Jeremy Stein.

Eine weitere Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema Daten: Hier geht es laut Fed darum, die Qualität und Aktualität "realwirtschaftlicher Signale" zu verbessern, die als Grundlage für die geldpolitischen Entscheidungen dienen. Komplettiert wird der Reformkreis durch eine Task Force, die sich auf Produktion und Jobs konzentriert, sowie eine weitere, die das Rahmenwerk der Fed zur Inflation prüft: Hier wurde der Harvard-Professor Greg Mankiw in die Leitung berufen.

Warsh hatte die Einrichtung der fünf Arbeitsgruppen bei seiner ersten Pressekonferenz als Notenbankchef im Juni angekündigt. Er ließ dabei Kritik an der Arbeit der Fed unter seinem Vorgänger Jerome Powell anklingen, die die Inflation in den vergangenen Jahren nicht in den Griff bekommen habe. Warsh ist zudem dafür, die aufgeblähte Bilanz der Notenbank zu verkleinern.

Die Einrichtung der Projektgruppen begründete er am Donnerstag damit, dass sich die US-Wirtschaft schnell wandele: "Jede Arbeitsgruppe wird sorgfältig prüfen, ob sich die Mittel und Methoden, die Analyseinstrumente sowie die politischen Ansätze der Entscheidungsträger verbessern lassen." Die Fed machte keine genaueren Angaben zum weiteren Vorgehen der Gruppen oder zum Zeitplan ihrer Arbeit. Allerdings hofft Warsh, bis Jahresende Empfehlungen zu erhalten. Es ist noch unklar, welche Rolle die sieben Fed-Direktoren und die Präsidenten der zwölf Fed-Bezirke bei den Prüfungen der Arbeitsgruppen spielen könnten. Bei grundlegenden Veränderungen hat sich die Fed vor weiteren Schritten üblicherweise auf einen breiten, wenn nicht gar einstimmigen Konsens in ihrem Führungskreis gestützt.

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