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Die neuen Papiere - die zehn Prozent des Grundkapitals entsprechen - wurden zu 91 Euro zugeteilt, das ist ein Abschlag von knapp sieben Prozent zum Xetra-Schlusskurs von 97,70 Euro. Siltronic nimmt damit brutto 273 Millionen Euro ein. "Mit dem zusätzlichen Kapital stärken wir unsere finanzielle Basis weiter und erhöhen unsere Fähigkeit, unsere strategischen Prioritäten umzusetzen und gleichzeitig Widerstandsfähigkeit über Marktzyklen hinweg zu gewährleisten", sagte Vorstandschef Michael Heckmeier.
Anleger setzen darauf, dass die notwendigen hohen Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) den Bedarf an Chips antreiben. Dadurch hat sich der Kurs der Siltronic-Aktie seit Ende März fast verdoppelt. Großaktionär Wacker Chemie hatte die Gelegenheit bereits Ende Mai genutzt, um seine Beteiligung von 31 auf knapp 24 Prozent zu reduzieren. Am Montag war die Siltronic-Aktie um vier Prozent gestiegen.
Siltronic stellt Siliziumscheiben (Wafer) her, aus denen Chips produziert werden, hat aber seit Jahren mit den Überkapazitäten der Halbleiterbranche zu kämpfen. Der KI-Boom macht das Unternehmen zuversichtlicher, obwohl Siltronic angesichts hoher Investitionen auch in diesem Jahr noch mit Verlusten rechnet: Die Kapitalerhöhung "stärkt die Bilanz von Siltronic deutlich und erhöht die finanzielle Flexibilität, um attraktive Marktchancen - einschließlich solcher, die durch künstliche Intelligenz getrieben werden - zu nutzen und zukünftiges profitables Wachstum zu unterstützen", hieß es in der Mitteilung.