Easyjet lehnt Übernahmeangebot von Castlelake ab

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Der US-Finanzinvestor Castlelake hat im Ringen um eine Übernahme der Billigfluglinie Easyjet sein Milliardenangebot öffentlich gemacht. Man wolle die britische Airline für 4,74 Milliarden Pfund (5,5 Mrd. Euro) kaufen, teilte Castlelake am Montag mit. Easyjet allerdings wies das Angebot umgehend zurück und sprach von einem "opportunistischen Versuch, Easyjet billig zu kaufen". Dies sei nach Einschätzung des Verwaltungsrats nicht im besten Interesse der Airline-Aktionäre.

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Im frühen Börsenhandel lagen die Easyjet-Papiere um mehr als fünf Prozent im Plus bei rund 5,30 Pfund und damit auf dem höchsten Stand seit fast einem Jahr. Easyjet wurde 1995 von dem britisch-zypriotischen Unternehmer Stelios Haji-Ioannou gegründet. Castlelake ist ein bedeutender Investor in der Luftfahrtbranche, der Vermögenswerte von rund 38 Mrd. Dollar (33,1 Mrd. Euro) verwaltet.

Das US-Unternehmen mit Sitz in Minneapolis machte nach eigenen Angaben sein drittes Angebot publik, da Easyjet nicht bereit sei, sich auf ernsthafte Gespräche einzulassen. Easyjet wiederum erklärte, man konzentriere sich auf mittelfristige Ziele und den Ausbau des Urlaubsgeschäfts, das trotz der bestehenden Unsicherheiten immer mehr zum Gewinn beitrage.

Castlelake hat sich mit den erfahrenen Branchenmanagern Peter Bellew und Mark Breen zusammengetan, um die europäischen Eigentumsvorschriften für Fluggesellschaften zu erfüllen. Denn europäische Airlines müssen sich mehrheitlich im Besitz von EU-Bürgern befinden und von diesen kontrolliert werden. Castlelake erklärte, die vorgeschlagene Eigentümerstruktur entspreche den Modellen, die auch andere europäische Fluglinien nutzten. Easyjet hingegen bezeichnete die geplante Struktur als "undurchsichtig" und betonte, sie biete keine Grundlage für eine Bewertung des Angebots.

Dieses bewertet die Airline mit 625 Pence je Aktie und entspricht einem Aufschlag von 57 Prozent auf den Kurs der Easyjet-Aktien vom 29. Mai - also bevor das Interesse von Castlelake bekannt wurde. "In dieser Woche wird der Druck auf den Verwaltungsrat steigen", sagte dazu Dudley Shanley, Analyst bei Goodbody Stockbrokers. Die Investoren von Easyjet könnten enttäuscht darüber sein, dass kein europäischer Airline-Partner eingebunden worden sei, fügte Shanley hinzu.

Castlelake kündigte an, die Finanzierung des Angebots solle ganz durch eine Kombination aus zugesichertem Eigen- und Fremdkapital geschehen, wobei die Investmentbank Goldman Sachs Zuversicht hinsichtlich der Beschaffung der erforderlichen Mittel signalisiert habe. Nach britischem Übernahmerecht muss Castlelake bis zum 26. Juni ein formelles Angebot vorlegen oder sich zurückziehen.

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