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Sehr schwach zeigten sich insbesondere Halbleiterwerte. So verbuchten die Aktien von Micron, Intel und AMD Kursabschläge zwischen 6,3 und 8,3 Prozent. Die Chip-Branche litt unter Quartalszahlen von Samsung.
Die Resultate des Elektronikriesen seien auf den ersten Blick hervorragend gewesen, stellte Marktbeobachter Stephen Innes fest. Die Aktien seien aber mit derart hohen Ansprüchen der Investoren belegt, dass die Erwartungen kaum noch zu übertreffen gewesen seien. Insgesamt ändere sich gerade die Erwartungshaltung, sagte Innes. Nicht mehr die starke KI-Nachfrage sei entscheidend, sondern ob das Tempo dynamisch genug bleibe, um die bereits hohen Bewertungen zu rechtfertigen.
Für die Papiere von Nvidia ging es um 1,8 Prozent abwärts. Sie litten unter einem Medienbericht, wonach der chinesische Konkurrent Deepseek einen eigenen Chip für KI-Anwendungen entwickelt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtete, ist der Chip für Inferenz gedacht, also die Phase, in der ein trainiertes KI-Modell Antworten für Nutzer erzeugt, und nicht für das Training neuer Modelle. Der Schritt könnte Deepseeks Abhängigkeit von Nvidia- und Huawei-Chips verringern.
Die Aktie von Crinetics Pharmaceuticals sprang um 99 Prozent auf 83,56 US-Dollar hoch. Zuvor hatte Vertex Pharmaceuticals mitgeteilt, das Unternehmen für 85 Dollar je Aktie in bar zu übernehmen. Die Transaktion umfasst ein Volumen von rund 10 Milliarden Dollar. Die Vertex-Anteilscheine verloren zwei Prozent.
Die Titel von Fiserv gewannen 3,8 Prozent. Am Vorabend waren Berichte bekannt geworden, wonach das Zahlungstechnologie-Unternehmen den Verkauf seines Star-Netzwerks - einer wichtigen Infrastruktur für die Abwicklung von Debitkartentransaktionen - an ein Konsortium der größten US-Banken prüft. Zuerst hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU