US-Börsen zur Eröffnung mit Kurszuwächsen erwartet

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Nasdaq 100 um 1,1 % erholt taxiert, nach starken Verlusten am Freitag
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Die Anleger dürften den jüngsten Kursrückschlag an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq direkt zum Wiedereinstieg nutzen. Im Fokus stehen am Montag die jüngste Entspannung im davor wieder etwas eskalierten Nahost-Konflikt sowie ein Notenbanker-Treffen in Portugal, wo der neue US-Notenbankchef Kevin Warsh seinen Einstand auf der internationalen Bühne gibt.

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Gut eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,1 Prozent erholt auf 29.432 Punkte. Den Leitindex Dow Jones Industrial, der sich am Freitag wie der marktbreite S&P 500 kaum von der Stelle bewegt hatte, sieht IG 0,3 Prozent fester bei 52.047 Punkten.

Für etwas Beruhigung sorgte, dass die USA und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormuz US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln wollen. "Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt würden.

Neben Hinweisen auf die US-Zinspolitik dürften in Portugal Fragen zur Finanzstabilität auch im Zusammenhang mit dem Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) zu den Diskussionsthemen gehören. Nach Warshs Signalen für eine möglicherweise restriktivere Geldpolitik zu Monatsbeginn "hätte man erwarten können, dass die Euphorie am Markt nachlässt, aber das scheint nicht der Fall zu sein", sagte Andrea Gabellone, Leiterin des Bereichs Global Equities bei KBC Securities. Der Markt gehe offenbar davon aus, dass die Sonderstellung der USA in diesem Bereich von Dauer sei und dass sich die Kursrally wohl auf andere Bereiche des Marktes ausweiten werde.

Am wichtigsten für die aktuell erwartete Nasdaq-Erholung könnte einmal mehr der schon extrem gut gelaufene Halbleitersektor sein. Nvidia und Intel könnten angesichts vorbörslicher Kursgewinne von rund einem Prozent zumindest einen Teil ihrer Freitagsverluste wieder wettmachen.

Vor dem Handelsbeginn ragte indes der Kurssprung von Comcast um rund 22 Prozent heraus. Der Medien- und Telekommunikationskonzern plant, sein Mediengeschäft von seinem Kabelfernseh- und Internetgeschäft zu trennen und NBC Universal sowie Sky in ein neues börsennotiertes Unternehmen auszugliedern, um den Unternehmenswert zu steigern. Die Comcast-Aktionäre werden Anteile an beiden Unternehmen halten, teilte das Unternehmen mit. Die Trennung soll voraussichtlich in einem Jahr erfolgen und bedarf der Zustimmung des Vorstands sowie der Aufsichtsbehörden.

Die Nachricht schürte direkt Fusions- und Übernahmefantasien für die gesamte Branche. Besonders deutlich profitierten davon die Aktien von Charter Communications, die sogar um 23,5 Prozent anzogen. Für die Anteile von Liberty Broadband ging es um rund 21 Prozent bergauf sowie die des SatellitenspezialistenViaSat ging es um 9,9 Prozent hoch. Die Titel von Viasat-Konkurrent Iridium Communications gewannen 22 Prozent dank der anstehenden Übernahme durch SpaceX-Rivale Rocket Lab.

Dem Biotech-Unternehmen Viridian Therapeutics bescherte die US-Zulassung eines Medikaments gegen eine entzündliche Augenerkrankung einen vorbörslichen Kursschub von 9,6 Prozent.

Dass der Google-Mutterkonzern Alphabet ab diesem Montag den Telekomkonzern Verizon im Dow ersetzt, ist keine große Überraschung und hatte einen vergleichbar geringen Kurseinfluss auf beide Unternehmen.

Für Honeywell-International ging es um 4,6 Prozent nach unten. Der Anbieter von Industrie- und Gebäudeautomation, der nach der Abspaltung der Luftfahrtsparte Honeywell Aerospace künftig Honeywell Technologies heißen wird, bleibt Indexmitglied. Honeywell Aerospace werden künftig im S&P 100 und im S&P 500 gelistet.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH

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