US-Börsen zur Eröffnung mit Abgaben, Dow minus 0,5 Prozent

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Konfliktverschärfung im Nahen Osten und neue Zölle
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Die New Yorker Aktienindizes haben am Mittwoch nachgegeben. Angesichts zunehmender Spannungen zwischen USA und Iran, weiter anziehender Ölpreise und neuer Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump hielten sich die Anleger an den US-Börsen auf dem rekordhohen Niveau zurück.

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Auch dass Amerikas Privatwirtschaft dem Dienstleister ADP zufolge im Mai ein wenig mehr neue Stellen geschaffen hat als prognostiziert, brachte einen kleinen Stimmungsdämpfer. Am Freitag steht der Arbeitsmarktbericht der Regierung an, der wegen seiner Bedeutung für die US-Geldpolitik viel Beachtung findet.

Der Dow Jones Industrial fiel in der ersten halben Handelsstunde um 0,50 Prozent auf 51.050,80 Punkte. Der marktbreite S&P-500 büßte 0,46 Prozent auf 7.575,03 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 0,71 Prozent auf 26.902,29 Einheiten hinab.

Obwohl die USA und der Iran über eine Verlängerung der seit knapp zwei Monaten geltenden Waffenruhe verhandeln, lieferten sich beide Seiten schwere Feuergefechte. Dennoch sehen Marktexperten wie etwa Amanda Lyons von der US-Investmentfirma Energy Group Capital noch Spielraum für weiter steigende Aktienkurse.

Als Treibstoff im schon stark gelaufenen Technologiesektor dürften mögliche Rekord-Börsengänge mehrerer Tech-Riesen in den kommenden Monaten dienen. Neben dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk wollen auch die KI-Firma Anthropic und deren Konkurrentin OpenAI, die hinter dem Chatbot ChatGPT steht, den Sprung auf das Parkett wagen. Dies sei ein starker Vertrauensindikator für die Märkte, betonte Nataliia Lipikhina, die die Aktienstrategie für die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) bei JPMorgan Private Bank verantwortet.

Dass Trump insgesamt 60 Ländern mit neuen Zöllen droht, weil diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften, beinhalte zwar Risiken für die Märkte, so die Expertin. "Aber die Anleger haben aus dem letzten Jahr ein Drehbuch dafür, wie sich die Lage entwickeln könnte. Die entscheidende Frage ist, wie viel von den Kosten die Unternehmen weitergeben können."

Bei Marvell Technology hielt die Euphorie zur Wochenmitte an. Die Aktien des Halbleiterkonzerns, den Nvidia-Chef Jensen Huang vortags als "nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen" bezeichnet hatte, knüpften mit plus zehn Prozent an den Kurssprung vom Vortag an. Damit setzte sich ihre Rekordjagd fort. Auch bei einigen Branchenkollegen gab es weitere Gewinne; Intel zogen um sieben Prozent an.

Dagegen belasteten Aktien von Palo Alto Networks nach ihrer Rekordjagd mit minus sieben Prozent weitere Gewinnmitnahmen. Das IT-Sicherheitsunternehmen hatte am Dienstag nach Börsenschluss mit einem angehobenen Gewinnausblick auf das laufende Quartal positiv überrascht. Es untermauerte damit die anhaltende Nachfrage nach seinen Produkten - auch wegen Sorgen über Bedrohungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Etliche Analysten hoben daraufhin ihre Kursziele für die Aktien an.

Die Titel von Gamestop sprangen um zwölf Prozent hoch. Der Videospiele-Händler konnte im vergangenen Quartal seinen Umsatz deutlich steigern und berichtete einen Rekordgewinn. Zudem will er eigene Aktien im Wert von 2 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Jüngst hatte das Unternehmen mit einem gescheiterten Übernahmeversuch der deutlich größeren Online-Handelsplattform Ebay Schlagzeilen gemacht.

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