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Dass die US-Wirtschaft im Juni nur halb so viele neue Stellen geschaffen hat wie erwartet, dürfte nach Einschätzung der Helaba die jüngst tendenziell gestiegenen Ängste vor einer Leitzinsanhebung dämpfen. Das sollte den Börsen helfen, da höhere Zinsen die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen schmälern.
Üblicherweise steht der monatliche Arbeitsmarktbericht am ersten Freitag des Folgemonats auf der Agenda. Doch da der Nationalfeiertag am 4. Juli diesmal auf einen Samstag fällt, wird er bereits Freitag zuvor begangen, weshalb die US-Börsen dann geschlossen bleiben.
Halbleitertitel zeigten sich im Plus, nachdem ihnen zunächst weitere Gewinnmitnahmen gedroht hatten. Sie waren am Mittwoch heftig von Meldungen belastet worden, wonach der Social-Media-Riesen Meta ein Cloud-Infrastrukturgeschäft aufbauen will. Demnach könnte der Zugang zu überschüssiger KI-Rechenleistung und zu KI-Modellen an externe Kunden verkauft werden. Die seit Jahresbeginn gut gelaufenen Aktien von Micron und Marvell stiegen zuletzt um 2,4 beziehungsweise 0,6 Prozent.
Von der anhaltenden Stabilisierung des Bitcoin-Kurses nach einem 21-Monats-Tief profitierten Unternehmen, deren Aktienkurse maßgeblich an die Wertentwicklung der Digitalwährung gekoppelt sind. So berappelten sich etwa die Anteile von Strategy Inc und Coinbase um weitere 9,6 beziehungsweise 6,6 Prozent. Strategy ist ursprünglich ein Softwareentwickler, investiert aber schon seit Jahren massiv in den Bitcoin, und Coinbase eine wichtige Handelsplattform für Kryptowährungen.
Die zuletzt erholten Aktien von Alphabet stiegen um 0,4 Prozent, nachdem sie vorbörslich noch nachgaben. Der Europäische Gerichtshof hatte eine Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission von 4,1 Milliarden Euro für die Tochter Google bestätigt. Er wies damit einen Einspruch des US-Technologiekonzerns gegen ein erstinstanzliches EU-Urteil zurück und beendete so einen langjährigen Rechtsstreit.
Tesla-Titel verloren drei Prozent. Dass der Elektroauto-Hersteller Tesla im zweiten Quartal überraschend viele Autos ausgeliefert hatte, konnte keinen nachhaltigen Rückenwind liefern. Im Jahresvergleich stieg die Zahl um rund ein Viertel auf 480.126 Wagen, wie Tesla am Donnerstag in Austin (Texas) mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 400.000 gerechnet.