US-Börsen schließen uneinheitlich, Dow mit neuem Rekord

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Die US-Börsen haben sich am Donnerstag ohne klare Richtung ins feiertagsbedingt verlängerte Wochenende verabschiedet. Im Blick stand der Beschäftigungsaufbau in den USA, der dem Dow Jones ein neues Allzeithoch bescherte. Aus dem Handel ging der Leitindex mit plus 1,14 Prozent bei 52.900,07 Punkten.

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Der S&P-500 kam hingegen kaum vom Fleck. Er ging bei 7.483,24 Zählern aus dem Geschäft. Für den Nasdaq Composite ging es um 0,80 Prozent auf 25.832,67 Einheiten hinab.

Die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA hätten sich mit den Arbeitsmarktdaten für Juni etwas nach hinten verschoben, sagte ein Marktbeobachter. Das komme gut an den Börsen an, da höhere Zinsen die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen schmälerten.

In der US-Wirtschaft wurden im vergangenen Monat nur halb so viele neue Stellen geschaffen wie prognostiziert, was laut Analyst Tobias Basse von der NordLB "eindeutig" den Handlungsdruck des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh dämpft. "Er kann damit einfacher auf Zeit spielen und auf freundlichere Inflationsdaten warten."

Im Halbleiterbereich ging es erneut für zahlreiche Aktien spürbar abwärts. Die Korrektur unter KI-Werten setzte sich allerorten temporeich fort. Am Markt hieß es dazu, dass die Pläne des Social-Media-Konzerns Meta latent bestehende Sorgen vor einem Überangebot an Rechenkapazitäten verstärkten.

Am deutlichsten zeigte sich das im Chipbereich. Die Papiere von Sandisk, die im bisherigen Jahr mit aktuell mehr als 630 Prozent Plus im Nasdaq 100 bisher am besten gelaufen sind, weiteten ihre kräftigen Vortagsverluste um weitere 14 Prozent aus. Micron, 2026 bisher um 240 Prozent gestiegen und tags zuvor ebenfalls schon klar abgesackt, sanken um weitere 5,5 Prozent. Auch CoreWeave mit minus 4,6 Prozent und Nebius mit knapp minus 6 Prozent weiteten ihre Verluste aus.

Von der sich fortsetzenden Stabilisierung des Bitcoin-Kurses nach einem 21-Monats-Tief profitierten Aktien von Unternehmen, die maßgeblich an die Wertentwicklung der Digitalwährung gekoppelt sind. So erholten sich etwa die Anteile von Strategy Inc. um knapp acht Prozent und die von Coinbase um knapp vier Prozent. Strategy ist ursprünglich ein Softwareentwickler, investiert aber schon seit Jahren massiv in den Bitcoin. Coinbase ist eine wichtige Handelsplattform für Kryptowährungen.

Tesla, die zunächst freundlich gestartet waren, gaben um 7,5 Prozent nach. Damit ist der Großteil der Kursgewinne aus den vergangenen drei Handelstagen wieder Geschichte. Der Technologiekonzern hatte zuvor Zahlen für seine E-Auto-Auslieferungen im zweiten Quartal veröffentlicht. Dass sie besser als erwartet ausgefallen waren, half der Aktie nicht.

Apple legten an der Dow-Spitze um 4,8 Prozent zu. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, plant der Techkonzern die Produktion von rund 10 Millionen faltbaren iPhones in diesem Jahr, statt bisher prognostizierter 7 bis 8 Millionen.

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