
von
Der Dow Jones Industrial gewann kurz nach Sitzungsauftakt 1,14 Prozent auf 52.540 Punkte. Der wohl bekannteste Wall-Street-Index hatte bereits am Freitag dank rückläufiger Ölpreise zur Erholung angesetzt. Der breit gefasste S&P-500 steigerte sich um 0,85 Prozent auf 7.474 Einheiten. Der Nasdaq Composite legte 0,96 Prozent auf 25.221 Punkte zu. Der Technologie-Auswahlindex hatte vor dem Wochenende noch etwa ein Prozent eingebüßt.
Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. In der Folge stieg der Preis für die Nordseesorte Brent beständig und überschritt schließlich die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die Feuerpause seit dem Wochenende nährt nun wieder Hoffnungen auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Krieg zwischen den USA und dem Iran, denn auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent sank zuletzt unter 90 Dollar, und die Anleger gehen prompt wieder in den "Risk-on-Modus", wie Marktanalyst Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets konstatierte.
Doch da die Lage in Nahost weiter angespannt ist und zudem am Mittwoch mit Microsoft und Meta sowie am Donnerstag mit Apple weitere Unternehmen der sogenannten Glorreichen Sieben ihre Quartalsberichte vorlegen, dürfte es Marktbeobachtern zufolge volatil bleiben. Zudem wird die Fed zur Wochenmitte über den Leitzins entscheiden.
Unter den Einzelwerten zeigten sich fast alle Aktien der Glorreichen Sieben auf Erholungskurs, nur Nvidia-Titel gaben nach. Gefragt waren zudem die Aktien von Ford und General Motors mit Kursgewinnen von 2,3 bzw. 3,9 Prozent. Jefferies stufte die beiden Autoaktien von "Hold" auf "Buy" hoch. Zu Ford schrieb Analyst Philippe Houchois, dass im zweiten Quartal das Tief mit Blick auf die Produktionsmengen erreicht sein dürfte und das Management die Jahresziele angesichts der guten Marktsituation in den USA anheben könnte.
Zum Konkurrenten GM, der bereits seine Quartalszahlen vorgelegt hat, schrieb er: Seine wichtigste Erkenntnis nach dem Quartalsbericht sei die Zuversicht von GM gewesen, die eigene Position im US-Gewinnoligopol bis 2027 weiter stärken zu können und einen realen freien Barmittelzufluss von über 10 Milliarden Dollar zu generieren.
Um knapp 40 Prozent auf 76,45 Dollar sprangen nach dem Börsenstart die Anteile von Forte Biosciences hoch, denn der Biotech-Konzern Argenx will das US-Unternehmen für 77 Dollar je Aktie oder insgesamt rund 2,2 Milliarden Dollar in bar erwerben, um seine Immonologie-Pipeline zu erweitern.
D-Wave Quantum profitierten mit plus 19 Prozent davon, dass der Telekomkonzern AT&T eine Vereinbarung unterzeichnete, um den Einsatz der Quantencomputing-Technologie des Unternehmens auszuweiten.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU