US-Börsen eröffnen wenig bewegt - Dow kurz auf Rekordhoch

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Hängepartie bei Iran-Gesprächen - Halbleiter-Hausse geht weiter
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Die US-Börsen sind am Dienstag verhalten in den Handel gestartet. Nur dem Leitindex Dow Jones Industrial gelang in der Anfangsphase erneut eine Bestmarke. In der Gesamttendenz ließen es die Anleger mit der KI-Rally etwas langsamer angehen, auch wenn sie bei manchen IT- und Chipwerten wie HP Enterprise weiterging. Die Gespräche über eine Friedenslösung im Iran-Krieg bleiben eine Hängepartie.

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Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel erstmals über die Marke von 51.200 Punkten. Mit 51.035 Zählern stand er zuletzt aber ebenso knapp im Minus wie seine Indexkollegen. Der marktbreite S&P-500 gab um 0,1 Prozent auf 7.592 Zähler nach. Seine achttägige Gewinnstrecke könnte am Dienstag enden. Der technologielastige Nasdaq Composite bewegte sich auch ganz knapp im Minus bei 27.088 Punkten.

Trump nannte zuletzt die "nächste Woche" als Zeitraum für eine mögliche Einigung auf ein Rahmenabkommen, das die Öffnung der Straße von Hormuz umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. In der Vergangenheit wurde er mit optimistischen Zeitplänen aber immer wieder von der Realität eingeholt. Auch aus dem Iran gibt es bisher keine öffentliche Zusage für eine Einigung.

Bei HP Enterprise ging die Rekordrally mit einem Kurssprung von gut einem Viertel weiter. Schon zuletzt lag der Aktienkurs fast doppelt so hoch wie noch zu Jahresbeginn. Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur überraschte der Server- und Speicherlösungsspezialist im vergangenen Quartal positiv. Zudem hob er die Umsatzziele für das laufende und kommende Geschäftsjahr deutlich an und lag damit ebenfalls klar über den Erwartungen. Damit folgte HP Enterprise dem Branchenkollegen Dell, der die Anleger vergangene Woche mit einer herausragenden Geschäftsentwicklung euphorisiert hatte.

Positive Aussagen von Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang katapultierten die Aktien von Marvell Technology um 24 Prozent hoch, womit hier ebenfalls ein weiterer Rekord erreicht wurde. Huang adelte den Hersteller von Speicher-, Telekommunikations- und Halbleiter-Produkten auf der jährlichen IT-und Computermesse Computex in Taiwan als "nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen". Bis dahin hat Marvell zwar noch eine Wegstrecke vor sich: Mit dem heutigen Kurssprung stieg der Börsenwert des Unternehmens auf gut 234 Milliarden US-Dollar.

Huangs Aussagen zur zunehmenden Bedeutung von Kupfer und optischen Verbindungen für KI-Infrastruktur gaben auch anderen Branchentiteln Auftrieb. So zogen Lightwave Logic, Lumentum und Applied Optoelectronics um bis zu 14 Prozent an.

Die Anteile von Microchip Technology verteuerten sich um vier Prozent. Der Halbleiterkonzern berichtete für 2025 einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Dollar mit Rechenzentrumslösungen - dieser soll im laufenden Jahr auf rund 500 Millionen Dollar steigen.

Unterdessen mussten die Anleger bei Alphabet einen Kursrückgang von 4,5 Prozent verkraften. Der Google-Mutterkonzern will für den Ausbau seiner KI-Rechenzentren mit der Ausgabe neuer Aktien eine historische Summe von 80 Milliarden Dollar einnehmen. Zum Vergleich: Aktuell wird das Unternehmen von den Investoren mit gut 4,3 Billionen Dollar bewertet.

Inzwischen setzte eine Analystenabstufung den Buchhaltungssoftware-Spezialisten Intuit nach der jüngsten Erholung wieder unter Druck. Die Anteile büßten nach einer Verkaufsempfehlung durch Goldman Sachs knapp neun Prozent ein. Analystin Gabriela Borges zufolge werde es angesichts zunehmender Konkurrenz schwer für Intuit, die langfristigen Ziele und die Markterwartungen zu erreichen.

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