UniCredit sichert sich Zugriff auf mehr Commerzbank-Aktien

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Vorstandschef Andrea Orcel will die 30-Prozent-Hürde überschreiten
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Der italienische Commerzbank-Großaktionär UniCredit, Konzernmutter der Bank Austria, hat sich offenbar im Vorgriff auf sein angekündigtes Übernahmeangebot Zugriff auf weitere Aktien des Frankfurter Geldhauses gesichert. UniCredit erhöhte seine direkte Beteiligung an der Commerzbank zwar nur leicht auf 26,77 von 26,04 Prozent, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Donnerstag hervorgeht.

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Zugleich stockte die Mailänder Bank ihren Bestand an Derivaten aber auf 5,87 von 3,31 Prozent auf. Diese "Total Return Swaps" laufen teilweise bis Dezember, zum größten Teil aber bis ins nächste Jahr.

30-Prozent-Hürde

Das offizielle Aktientauschangebot von UniCredit an die Commerzbank-Aktionäre soll nach einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Mai starten. Vorstandschef Andrea Orcel will damit die 30-Prozent-Hürde überschreiten, ohne ein Pflicht-Übernahmeangebot auszulösen. Danach hätte UniCredit - nach einer sechsmonatigen Wartefrist - freie Hand, weitere Commerzbank-Aktien zuzukaufen.

In einem überraschenden Schritt hat UniCredit zudem seinen Anteil am italienischen Versicherer Generali auf 8,7 von 6,7 Prozent aufgestockt. Das gab Generali-Verwaltungsratschef Andrea Sironi auf der Hauptversammlung am Donnerstag bekannt. UniCredit war vor dem Aktionärstreffen vor einem Jahr bei Generali eingestiegen und hatte sich damals mit einem rebellischen Investor zusammengetan. Orcel hatte danach aber angekündigt, man wolle die Beteiligung wieder abbauen. Im Oktober hatte er gesagt, der Anteil sei auf weniger als fünf Prozent gesunken und habe weder strategisch noch taktisch Bedeutung für die Bank. Im November hatte er sogar von weniger als zwei Prozent gesprochen.

FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/dpa/Michael Brandt

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