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Zusätzlich halten die Italiener noch andere Terminkontrakte, für die zwar grundsätzlich ein Barausgleich vorgesehen ist, die ihnen aber bei einer ebenfalls möglichen Bezahlung in Aktien weitere 13,19 Prozent an der Commerzbank bringen könnten. Damit hätte Unicredit eine Mehrheit an der Commerzbank, deren Vorstand sich erbittert gegen die Übernahme wehrt.
UniCredit kritisierte die Abwehrstrategie der deutschen Geschäftsbank: Die Führung der Commerzbank habe jedes Recht, von der Annahme des Übernahmeangebots abzuraten. "Sie ist jedoch nicht berechtigt, die Integrität des Bieterverfahrens zu untergraben, indem sie unbegründete Vorwürfe erhebt". Andeutungen, UniCredit habe Offenlegungskategorien miteinander vermischt, um die Unterstützung für ihr Übernahmeangebot größer aussehen zu lassen, entbehrten jeder Grundlage, erklärte die Mailänder Bank.
Dass UniCredit eine Woche vor Fristende schon so viele Aktien einsammelt, überrascht, weil die Tauschofferte weiterhin rechnerisch unter dem Kurs der Commerzbank-Aktie liegt - und die Kursziele von Analysten noch höher sind. Zudem dienen institutionelle Investoren ihre Papiere in aller Regel erst in den letzten Tagen einer Übernahmefrist an.
Sollte die Marke von 50 Prozent letztlich doch nicht erreicht werden, wäre das Experten zufolge ungünstig für Unicredit: Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten dann feststellen, dass die Italiener die Commerzbank faktisch kontrollierten, was hohe Kapitalaufschläge zur Folge haben dürfte, ohne dass Orcel in Frankfurt wie bei einer Tochtergesellschaft durchregieren könnte.