Ungarn will Kriterien für Euro-Beitritt etwa 2030 erfüllen

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Weiter Weg für Euro-Beitritt für Ungarn
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Ungarn will laut Ministerpräsident Peter Magyar die Kriterien für einen Euro-Beitritt um das Jahr 2030 herum erfüllen. Die Einführung der Gemeinschaftswährung bringe Ungarn mehr Vorteile als Nachteile und könne zudem für mehr Stabilität sorgen, sagte der Regierungschef am Freitag. Magyar verwies auf Umfragedaten, denen zufolge es einen gesellschaftlichen Konsens über die Notwendigkeit der Euro-Einführung gebe. Der Prozess werde jedoch nicht einfach, räumte er ein.

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Denn Ungarn erfülle derzeit keines der für einen Beitritt zur Eurozone erforderlichen Kriterien. Als Zeichen für wachsendes Vertrauen von Investoren wertete Magyar jedoch den stärkeren Forint und sinkende Anleiherenditen.

Größte Hürde auf dem Weg in die Eurozone sei es, die Staatsschulden abzubauen, erklärte der Chef der Mitte-Rechts-Regierung. Sparmaßnahmen seien jedoch nicht nötig, wenn die Gelder der Europäischen Union (EU) effizienter genutzt würden.

Eurogruppen-Chef Kyriakos Pierrakakis würdigte ein klares Bekenntnis der neuen ungarischen Regierung zu Europa. Er begrüße die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen, um Korruption anzugehen, sagte Pierrakakis. Zudem würdigte er die Zusage Ungarns, die finanzielle Integration zu vertiefen und den Euro einzuführen. Ungarn bewege sich von den Rändern der europäischen Entwicklungen hin zum Kern der europäischen Entscheidungsfindung.

Man habe klare Worte und Taten gesehen, die das Engagement Ungarns für Europa unterstrichen, sagte der Eurogruppen-Chef weiter. Der nationale Aufbauplan Ungarns stehe zur Genehmigung auf der Tagesordnung des EU-Ratstreffens am 10. Juli.

Nach der Wahlniederlage des EU-kritischen Regierungschefs Viktor Orban in Ungarn hatte der neue Ministerpräsident Magyar eine politische Wende vollzogen und einen Beitritt seines Landes zur Eurozone als erklärtes Ziel ausgegeben. Die neue europafreundliche Regierung in Budapest will die wesentlichen Voraussetzungen – die sogenannten Maastricht-Kriterien – bis 2030 erfüllen. Doch weist Ungarn unter fünf von der EZB in Augenschein genommenen Staaten - zusammen mit Tschechien, Polen, Rumänien und Schweden - die höchste Verschuldung auf. Auch das Haushaltsdefizit, die Inflationsrate und die Schwankungsanfälligkeit der Landeswährung Forint liegen außerhalb der Referenzwerte, wie jüngst aus dem sogenannten Konvergenzbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorging.

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