Thyssenkrupp peilt Spin-off der Handelstochter Accelis an

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez baut den deutschen Industriekonzern weiter um und treibt dazu nun die Verselbstständigung der Handelstochter voran. Der Aufsichtsrat habe den Plänen des Vorstands zugestimmt, die Tochter tk accelis als eigenständiges Unternehmen aufzustellen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Das Segment soll im Wege einer Abspaltung an die Börse geführt werden.

von

Die Pläne sehen vor, einen 49-prozentigen Minderheitsanteil an die Aktionäre der Thyssenkrupp AG im Verhältnis ihrer Beteiligung zu übertragen und die Aktien an der Frankfurter Börse zu notieren. Die Abspaltung soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung genehmigt werden, die voraussichtlich für den 7. August 2026 einberufen werde.

"tk accelis hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Weiterentwicklung vollzogen", erklärte Lopez. Die Vorstandsvorsitzende Ilse Henne und ihr Team richteten das Unternehmen zielbewusst zu einem vollintegrierten Werkstoffhändler und leistungsstarken Lieferkettendienstleister aus. "Jetzt ist die richtige Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und tk accelis zu verselbstständigen." Den neuen Markennamen tk accelis hatte das Geschäft erst vor wenigen Tagen erhalten.

Die frühere Konzernsparte Materials Services war im Geschäftsjahr 2024/25 auf einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro gekommen. Die Sparte, die unter anderem Logistik- und Verarbeitungsdienstleistungen für Materialien wie Stahl und Kunststoffe anbietet, beschäftigt über 15.000 Mitarbeiter.

Lopez will das einst weit verzweigte Konglomerat in eine schlanke Holding umwandeln. Das Wasserstoffgeschäft mit der Tochter Nucera ist inzwischen ebenso an der Börse notiert wie die Rüstungsschmiede TKMS.

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Nur jetzt ein ganzes Jahr trend. für nur €10,99 pro Monat!