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"Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheit bleibt die Stimmung in der Autoindustrie dennoch sehr gedrückt", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. Auf das Auslandsgeschäft schaut die Branche skeptischer. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel deutlich von 11,7 Zählern auf minus 16,4 Punkte im Mai. Hierfür dürften die erneuten Zolldrohungen der USA Anfang Mai eine wichtige Rolle gespielt haben, erklärten die Ifo-Forscher.
Zuletzt haben sich jedoch EU-Kommission, Europaparlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, das Zollabkommen mit den USA umzusetzen. Das dürfte in der Automobilbranche für ein gewisses Aufatmen gesorgt haben. "Allerdings stellen auch die weiterhin geltenden US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Autos und deren Teile immer noch eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar", sagte Wölfl. Das macht deutsche Produkte in der weltgrößten Volkswirtschaft teurer.
Vergleichsweise wenige Unternehmen in der deutschen Autoindustrie klagen derzeit über einen Materialmangel. Der Anteil liegt bei zehn Prozent, während in der Industrie insgesamt 15,9 Prozent der Betriebe von Engpässen bei der Versorgung mit Vorprodukten berichteten. "Vor allem Branchen mit hohem Bedarf an öl- und energieintensiven Vorprodukten spüren die Folgen der geopolitischen Spannungen", sagte dazu der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, mit Blick auf den seit mehr als drei Monaten anhaltenden Iran-Krieg.