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Der Konzern steigt damit auf Anhieb zum siebtwertvollsten börsennotierten Unternehmen in den USA auf und überholte Schwergewichte wie die Bank JPMorgan, den Facebook-Muterkonzern Meta, sowie Musks eigenen Elektroautobauer Tesla. Unangefochtener Platzhirsch ist weiter der KI-Chip-Gigant Nvidia mit knapp 5 Billionen Dollar, gefolgt vom Google-Mutterkonzern Alphabet und dem Tech-Riesen Apple mit Werten oberhalb der 4-Billionen-Marke.
Der Börsengang bescherte Elon Musk Einnahmen von 75 Milliarden US-Dollar - und dem bereits reichsten Menschen der Welt den Status als erster Billionär. Mit diesem IPO-Volumen überflügelt SpaceX den saudischen Ölkonzern Aramco, der bei seinem Börsengang im Dezember 2019 die bisherige Rekordsumme von 25,6 Mrd. Dollar eingesammelt hatte.
SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das US-Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink, der zugleich der mit Abstand größte Geldbringer ist. Ferner brachte Musk in SpaceX auch seine KI-Firma xAI samt der Online-Plattform X ein. Damit könnten die Investoren gleich von mehreren Megatrends profitieren.
Trotz der hohen Erwartungen steht die enorme Bewertung im Kontrast zu den Fundamentaldaten des Raumfahrtunternehmens, das im vergangenen Jahr einen Verlust von fast fünf Milliarden Dollar schrieb. Nancy Tengler von Laffer Tengler Investments zeigte sich jedoch gelassen. "Diese Aktie kauft man nicht wegen der fundamentalen Kennzahlen. Für mich ist der Vergleich mit Amazon passend. Das war ein Unternehmen, das unsere Lebensweise verändert hat", sagte die Expertin. "Wenn die Aktie auf 100 Dollar fällt, ist das zwar nicht ideal, aber es würde unsere langfristige Einschätzung nicht ändern."
Für die Aktie wird eine baldige Aufnahme in den Nasdaq-100-Index erwartet. Dies dürfte eine zusätzliche Nachfrage von passiven Fonds und ETFs schaffen, die den Index abbilden. Der Handelsstart gilt als wichtiger Test für die New Yorker Börseninfrastruktur sowie für die Bereitschaft der Anleger, in weitere Mega-Börsengänge wie die der KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic zu investieren. "Die reibungslose Eröffnung ist wichtig, denn der Markt sieht darin nicht nur ein Ereignis rund um SpaceX, sondern einen Test, ob der Markt ein so großes Angebot an KI- und Raumfahrt-Aktien verkraften kann", sagte Chris Murphy, Chefstratege bei Susquehanna.
Einige Analysten rechnen jedoch damit, dass der Börsengang zu Umschichtungen in den Portfolios führen wird, bei denen Anleger andere Technologiewerte verkaufen, um in SpaceX zu investieren. Die Aktien anderer Raumfahrtunternehmen wie Rocket Lab, Intuitive Machines und Planet Labs gaben am Freitag um knapp sieben bis mehr als zehn Prozent nach. "Dieser Börsengang könnte dem Markt den Sauerstoff entziehen - es werden einfach zu viele Aktien angeboten", sagte Neil Wilson, Stratege von der Saxo Bank. "Aber wenn es gut läuft, kann er den KI-Trend und die Hausse weiter stützen."
HAWTHORNE - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES/MARIO TAMA