Schweizer Finanzmarktaufsicht nimmt Zurich unter die Lupe

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Internes Kontrollsystem unter der Lupe
 © APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
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Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hat beim Versicherer Zurich ein Enforcement-Verfahren eingeleitet, berichtete der "Sonntagsblick" unter Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Im Zentrum stehen mögliche Mängel im internen Kontrollsystem. Im Fokus steht dem Bericht zufolge das Geschäft in der beruflichen Vorsorge rund um die Sammelstiftung Vita. Ein Zurich-Sprecher wollte dazu auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Sonntag nicht Stellung nehmen.

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Laut dem "Sonntagsblick" prüft die Finma insbesondere, ob Zurich im Geschäft der beruflichen Vorsorge über ausreichende interne Kontrollen verfügt. Im Fokus stehe dabei die Schnittstelle zwischen der ausgelagerten Sammelstiftung Vita und dem Versicherer. Das interne Kontrollsystem soll grundsätzlich sicherstellen, dass Verwaltungs- und Rückversicherungskosten zu marktgerechten Konditionen verrechnet und Interessenkonflikte vermieden werden. Andernfalls könnten Quersubventionierungen oder überhöhte Gebühren unentdeckt bleiben. Die Finma äußerte sich nicht zum laufenden Verfahren.

Wie die Zeitung weiter berichtet, seien bisher rund ein Dutzend Beschäftigte von der Finma befragt worden. Die Behörde habe das Beratungsunternehmen Deloitte als externen Untersuchungsbeauftragten mandatiert. Zurich wiederum habe die Anwaltskanzlei Homburger mit der Vertretung ihrer Interessen beauftragt.

Die Probleme führten dem Bericht zufolge bereits zu personellen Konsequenzen: So habe etwa der frühere Schweiz-Chef Juan Beer das Unternehmen Knall auf Fall verlassen müssen. Das Unternehmen hatte im März keine Gründe für die abrupte Trennung genannt. Beer stand acht Jahre lang an der Spitze des schweizerischen Geschäfts und galt eine Zeit lang als möglicher Nachfolger von Chef Mario Greco.

Zudem berichtet der "Sonntagsblick", dass die Sammelstiftung Vita ab 2028 von einem teilautonomen auf ein vollautonomes Modell umgestellt werden soll. Künftig würde die Stiftung die Risiken für Invalidität und Tod selbst tragen, während Zurich weiterhin Dienstleistungen wie Administration und Vertrieb erbringen würde.

Die Vita-Sammelstiftung zählt mit rund 27.000 angeschlossenen Unternehmen und rund 150.000 Versicherten zu den größten Einrichtungen der beruflichen Vorsorge in der Schweiz. Sie verwaltet Vorsorgevermögen von mehr als 22 Mrd. Franken (23,65 Mrd. Euro).

Logos of Zurich Insurance are seen on February 11, 2016 in Lausanne. The Swiss Zurich Insurance Group released the much lower figures for 2015, sealed by the costs of explosions in the Chinese port of Tianjin and the hurricanes in the United Kingdom and Ireland, but nevertheless decided to maintain its dividend. (Photo by FABRICE COFFRINI / AFP)

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