RWI senkt deutsche Wachstumsprognosen - Industrie robust

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Trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg hält sich die deutsche Industrie laut RWI-Institut überraschend robust und die Wirtschaft damit auf leichtem Wachstumskurs. "Die Industrie zeigt sich bislang deutlich widerstandsfähiger, als viele nach Ausbruch des Iran-Krieges erwartet hatten", sagte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt am Dienstag. "Sie trägt zur Stabilisierung der Konjunktur bei, kann die Belastungen durch die steigenden Preise aber nicht vollständig kompensieren."

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Während das Verarbeitende Gewerbe von einer Belebung der Exporte und mehr staatlichen Investitionen profitiere, dämpften die Folgen des Konflikts in Nahost Konsum und Investitionen. Wie zuvor schon andere Institute senkten die Regierungsberater vom RWI ihre Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft. Sie gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem und im nächsten Jahr um je 0,8 Prozent zulegt. Im März hatten die Ökonomen noch mit einem BIP-Anstieg von 0,9 Prozent für 2026 gerechnet und mit 1,2 Prozent für 2027. "Die Erholung wird jedoch durch den Iran-Krieg und die damit verbundenen Energiepreissteigerungen gebremst", hieß es nun.

"Der aktuelle Inflationsschub beschränkt sich nicht auf Kraftstoffe und Energie", sagte Schmidt. "Die höheren Kosten arbeiten sich zunehmend durch die Wertschöpfungsketten und werden bei immer mehr Waren und Dienstleistungen sichtbar werden." Viele Unternehmen hätten ihre gestiegenen Kosten bisher nur teilweise weitergegeben. "Deshalb ist davon auszugehen, dass weitere Preissteigerungen noch bevorstehen." Die Inflationsrate dürfte im Jahresschnitt 2026 auf 3,1 Prozent steigen und auch 2027 mit 2,9 Prozent deutlich erhöht bleiben.

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