
von
"Technologisch wird in den nächsten zehn Jahren sehr viel möglich sein - das geht exponentiell nach oben", sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur bei der Rüstungsmesse Eurosatory in Villepinte bei Paris, die am Freitag endet. Besagte Regeln für den Einsatz von KI-gesteuerten Waffen könnten nicht Unternehmen oder Individuen festlegen. "Sondern das muss man über einen Ethikrat oder über eine UN-Resolution machen", so Papperger.
Rheinmetall stellt Drohnen, Militärfahrzeuge und Schiffe her, die auch dank Anwendungen der Künstlichen Intelligenz autonom steuern. Papperger betont, dass bei selbstständigen Waffensystemen immer der Mensch das letzte Wort habe, also die Entscheidung zur Gewaltanwendung treffe. "Wir stellen kein einziges System her, bei dem nicht der Mensch die finale Entscheidung trifft", sagte der Vorstandschef. Das sei Rheinmetalls "ethischer Ansatz als Firma: Es gibt immer den "Human in the Loop", der Mensch trifft die finale Entscheidung."
Technologisch wäre es schon heute möglich, der KI die Entscheidung zu überlassen. Rheinmetall sowie dessen Nato-Kunden wollten dies aber nicht tun. Schwierig werde es allerdings, wenn in einem Konflikt auf der Welt eine feindliche Armee anders vorginge und der Künstlichen Intelligenz die letzte Entscheidung überlasse. Um das zu verhindern, wären weltweit gültige Regeln wichtig, sagt der Rheinmetall-Chef.