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Aus Sicht der Notenbank decken die 36 Zahlungsdienstleister ein breites Spektrum an Geschäftsmodellen und Unternehmensgrößen ab. Das Pilotprojekt wird bei der EZB und insgesamt 19 nationalen Zentralbanken des Eurosystems zur Erprobung von Funktionen des digitalen Euro laufen. Es soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten und zwölf Monate dauern.
Die RBI gab sich in einem Statement an die APA zurückhaltend zu dem Projekt: "Unsere grundsätzlich skeptische Haltung zur Frage, ob ein digitaler Euro aus Sicht der europäischen Souveränität tatsächlich erforderlich ist, hat sich nicht verändert. Gleichzeitig erkennen wir an, dass der digitale Euro entwickelt und eingeführt wird." Leichter tut sich die RBI dagegen mit der privaten Zahlungsinitiative Wero der European Payments Initiative (EPI), "von dessen Potenzial wir überzeugt sind". Im Juni ist die Bank bei der EPI als Gesellschafter eingestiegen.
Die RBI wird bei dem Projekt die Annahme des digitalen Euro unter den Kundinnen und Kunden testen. "Unser Ziel ist es, den digitalen Euro in bestehende Zahlungsangebote zu integrieren, anstatt parallele Systeme zu schaffen", schreibt die Bank weiter.
An dem Pilotprojekt sind Beschäftigte der EZB und der teilnehmenden nationalen Zentralbanken sowie E-Commerce-Händler und auch Händler beteiligt, die Dienstleistungen des täglichen Bedarfs anbieten - zum Beispiel in Cafeterien und Restaurants. Mehr als 50 Zahlungsdienstleister hatten sich um eine Teilnahme beworben: "Das starke Marktinteresse an dem Pilotprojekt zeigt die Bereitschaft des Privatsektors, sich aktiv zu beteiligen und das Projekt "digitaler Euro" zügig voranzutreiben, um die europäische Zahlungsverkehrslandschaft zu stärken", sagte EZB-Direktor Piero Cipollone.
Im Rahmen des Pilotprojekts wird eine Beta-Version des digitalen Euro verwendet. Diese wird einem digitalen Euro technisch weitgehend entsprechen, jedoch keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel besitzen.
Mit einer offiziellen Einführung des digitalen Euro ist frühestens im Jahr 2029 zu rechnen. Er soll das Euro-Bargeld ergänzen und überall in der Euro-Zone als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Über eine EZB-App soll die Digitalwährung nutzbar sein. Mit ihr will Europa unabhängiger werden von US-Anbietern wie Paypal, Apple Pay, Mastercard oder Visa.