RBI kritisiert unklare Vorgaben für Rüstungsfinanzierung

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Die Raiffeisen Bank International (RBI) würde sich gerne stärker an der Finanzierung der europäischen Rüstungsindustrie beteiligen, sieht sich dabei jedoch durch unklare politische Vorgaben gebremst. Es gebe einen erheblichen Investitionsrückstand bei der Verteidigungs- und Sicherheitsautonomie Europas, sagte RBI-Vorständin Marie-Valerie Brunner am Montag bei einer Podiumsdiskussion der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Wien.

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Für Banken und Vermögensverwalter sei allerdings nicht eindeutig, was der politische Rahmen erlaube, um privates Kapital in diesen Sektor zu lenken. Die Institute müssten viel Personal einsetzen, nur um die unklaren Richtlinien zu interpretieren. "Weiß Europa eigentlich, was es will?", fragte Brunner. Aus rein geschäftlicher Sicht würde sie sich ein deutlich größeres Engagement wünschen. Die bestehenden Richtlinien machten dies den Instituten jedoch nicht leicht.

Ein deutlich klareres Bild zeichne sich dagegen bei der Finanzierung erneuerbarer Energien ab. Die Energiewende werde inzwischen vor allem von wirtschaftlichen Faktoren und nicht mehr primär von politischen Zielen getragen, erklärte Brunner. Hohe Energiepreise sowie massiv gesunkene Kosten – etwa bei Photovoltaik – hätten die Attraktivität der Projekte deutlich erhöht. Während der Fokus derzeit stark auf Solarenergie liege, hole die Windkraft zunehmend auf. Rund die Hälfte des RBI-Portfolios in diesem Bereich entfalle auf Zentral- und Osteuropa, die andere Hälfte auf den Heimatmarkt Österreich. Derzeit liege ein Großteil der osteuropäischen Projekte in Rumänien, aber auch Bulgarien und Ungarn böten erhebliches Potenzial.

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