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Die NLB bietet 37,00 Euro je Addiko-Aktie und übertrifft das RBI-Angebot von 26,50 Euro damit um 10,50 Euro. Beide Banken machen ihre Angebote von einer Annahmequote von 75 Prozent abhängig. Da die RBI die 50-Prozent-Marke überschritten hat, kann die NLB diese Hürde rechnerisch nur nehmen, wenn Aktionäre ihre Zusagen an die Konkurrenz wieder zurückziehen. In den der RBI angedienten Papieren ist ein Anteil von 9,63 Prozent der serbischen Alta Group enthalten. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 22. Juli.
Seitens der NLB hieß es gegenüber der APA, dass man unlängst "positive Rückmeldungen von den institutionellen Aktionären von Addiko" erhalten habe, die die "verbesserten Konditionen prüfen" würden. Außerdem verwies die Bank darauf, dass die überarbeitete Angebotsunterlage erst am heutigen Mittwoch veröffentlicht worden sei. Jedem Aktionär stehe es weiter frei, zur NLB zu wechseln, selbst wenn Aktien bereits angedient worden seien, betonte das Geldhaus neuerlich.
Das Addiko-Management hatte sich zuletzt hinter das niedrigere Angebot der RBI gestellt und dies mit einer höheren Transaktionssicherheit begründet. Hintergrund sind mögliche regulatorische Hürden für die NLB in Kroatien wegen eines historischen Streits um Alt-Fremdwährungseinlagen. Nach einer erfolgreichen Übernahme plant die RBI eine Aufspaltung der Addiko: Das Geschäft in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro solle an die Alta Group verkauft werden. Die Aktivitäten in Kroatien und Slowenien will die RBI in ihr eigenes Netzwerk integrieren.