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Bisher können Nutzerinnen und Nutzer auf Joyn bereits die linearen ZDF-Fernsehprogramme live verfolgen. Künftig sollen dort zusätzlich Inhalte auf Abruf angeboten werden. Dazu zählen nach Angaben der Unternehmen Nachrichten, Dokumentationen, Kultur-, Factual- und Unterhaltungsangebote des ZDF.
Nach Angaben der Unternehmen soll die Kooperation den Zugang zu Medieninhalten vereinfachen und zugleich einen Beitrag zu einer vielfältigen Medienlandschaft leisten. ProSiebenSat.1-Managerin Nicole Agudo Berbel sprach von einem "starken, zukunftsweisenden Signal" für das duale Mediensystem. Die Zusammenarbeit zeige, wie öffentlich-rechtliche und private Medienunternehmen gemeinsam auf den digitalen Wettbewerb reagieren könnten.
Auch das ZDF sieht in der Vereinbarung eine Möglichkeit, seine Inhalte einem größeren Publikum zugänglich zu machen. ZDF-Audience-Direktor Florian Kumb erklärte, die Auffindbarkeit öffentlich-rechtlicher journalistischer Angebote im digitalen Raum werde dadurch gestärkt.
Die nun vereinbarte Zusammenarbeit knüpft an das im neuen Medienstaatsvertrag verankerte Ziel an, Kooperationen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medienanbietern zu erleichtern. Dadurch sollen deutsche Medienangebote im Wettbewerb mit internationalen Plattformen wie Netflix oder YouTube gestärkt werden.