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Dies erfordere eine ständige Beobachtung der geopolitischen Entwicklungen, der Energiemärkte, der Lieferketten, der Löhne und der Inflationserwartungen: "Zudem darf sich die Geldpolitik nicht auf einen vorgegebenen Pfad festlegen", betonte Panetta.
Entspannung in Nahost dämpfte Inflation zuletzt
Die Entspannung im Iran-Konflikt dämpft die Inflation und nimmt der EZB den Druck, die Zinszügel rasch weiter anzuziehen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Euroraum im Juni nur noch um durchschnittlich 2,8 Prozent, nach einer Inflationsrate von 3,2 Prozent im Mai. Mit den Friedenssignalen in dem Konflikt sind die Ölpreise am Weltmarkt mittlerweile wieder auf das Vorkrisenniveau gesunken.
Laut EZB-Direktorin Isabel Schnabel bedeutet der Rückgang der Ölpreise nicht, dass man zur Vorkriegssituation zurückgekehrt sei. Das Friedensabkommen sei brüchig, die Erdgaspreise lägen noch immer rund 40 Prozent höher als vor dem Krieg und neue Schocks wie die Hitzewelle in Europa oder das Wetterphänomen Super-El-Nino könnten die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Die EZB entscheidet am 23. Juli und danach am 10. September über den Leitzins. Auf der übernächsten Sitzung im September werden dann auch die aktualisierten Prognosen des EZB-Stabs vorgelegt.
FLORENCE - ITALIEN: FOTO: APA/AFP/TIZIANA FABI