
von
Die erste, noch bis Februar 2031 laufende Bundesanleihe erzielte bei ihrer Neuauflage am Dienstag eine Emissionsrendite von 2,774 Prozent. Das zweite, bis 2036 laufende Staatspapier erzielte eine Rendite von 3,203 Prozent.
Nachdem sich die USA und der Iran im Juni auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen geeinigt hatten, sei das Zinsniveau gesunken, so Stix. Am Dienstag seien die Kosten fürs Geldleihen dann wieder gestiegen. Grund sei der mutmaßliche Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormuz. "Diese Sicherheitslage schlägt sich hier durch".
Positiv hob der OeBFA-Chef einen gesunkenen Spread zu vergleichbaren deutschen Staatsanleihen hervor, auf das man "sehr stolz" sei. Dieser sei mit 0,228 Prozentpunkten so niedrig wie seit September 2021 nicht mehr. "Sehr gut" bei den Anlegern angekommen sei hier das Doppelbudget der Bundesregierung, das noch in dieser Woche im Nationalrat beschlossen werden dürfte. Investoren würden die rechtlich bindenden Konsolidierungsmaßnahmen über zwei Jahre goutieren, so Stix sinngemäß.
Am Markt nicht eingepreist sei ein weiterer Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) bis Jahresende. Erst bis März 2027 würden die Marktteilnehmer wieder mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte rechnen. Neue Anleihenbegebungen stehen für heuer keine mehr auf dem Plan, es werden also nur mehr bestehende Anleihen aufgestockt. Insgesamt habe man rund 70 Prozent des für 2026 geplanten Volumens erreicht.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA (Archiv)/ROBERT JAEGER