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Der Umsatz zog in den drei Monaten bis März im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 38,1 Mrd. Euro an, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern verdreifachte sich nahezu auf 960 Mio. Euro. Die entsprechende Marge lag bei 2,5 Prozent.
An der Börse kamen die Nachrichten dennoch schlecht an. Der Aktienkurs knickte kurz nach dem Handelsstart in einem schwachen Gesamtmarkt um fast 8 Prozent ein. Die Kursverluste 2026 summieren sich damit auf mehr als ein Drittel.
Stellantis - unter anderem mit den Marken Peugeot, Fiat, Chrysler, Opel, Alfa Romeo, Chrysler, Jeep und Ram - hat ein regelrechtes Horrorjahr hinter sich. Zu den hausgemachten Problemen von zu hoher Produktion und sinkenden Verkaufspreisen vor allem im einst gewinnträchtigen US-Markt kam noch die von US-Präsident Donald Trump beendete Elektroautoförderung hinzu, weswegen die Nachfrage einbrach und ein radikales Umsteuern mit riesigen Abschreibungen nötig wurde. So verbuchte Stellantis vergangenes Jahr einen Verlust von 22,3 Mrd. Euro.
Der neue Chef Antonio Filosa muss den Konzern nun stabilisieren und wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Er sei zuversichtlich, dass die für dieses Jahr geplanten zehn neuen Modelle weiter Schwung verleihen, sagte er laut Mitteilung. Die Jahresprognose bestätigte der Manager. Der Umsatz soll um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen, die bereinigte operative Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich landen. Auch im Tagesgeschäft hatte Stellantis im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben.
Am 21. Mai stellt Filosa auf einem Kapitalmarkttag seine neue Strategie vor. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will er die Investitionen des Konzerns auf wenige Kernmarken fokussieren - auf die Marken Jeep und Ram mit ihren Geländewagen, Pickups und SUVs für den amerikanischen Markt sowie auf die angestammten europäischen Marken Peugeot und Fiat. Beobachter sind gespannt, welche Rolle im Konzerngefüge dann noch Marken wie etwa Opel spielen werden.
MUNICH - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/CHRISTOF STACHE