OMV erwartet besseres Ergebnis in mehreren Bereichen

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Raffinerie-Auslastung gestiegen
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
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Der teilstaatliche Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im abgelaufenen zweiten Quartal 2026 von deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen profitiert. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Trading Update hervorgeht, ist die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen leicht gestiegen. Der Konzern rechnet in fast allen Sparten mit einem höheren operativen Ergebnis als im Vorquartal. Die Quartalszahlen werden am 31. Juli veröffentlicht.

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Die durchschnittliche Gesamtproduktion der OMV stieg im Vergleich zum ersten Quartal leicht von 288.000 auf 291.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d). Treiber dafür war eine höhere Rohöl- und NGL-Produktion (Natural Gas Liquids oder flüssige Kohlenwasserstoffe), während die Erdgasförderung leicht sank. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis der OMV kletterte von 72,3 auf 97,8 US-Dollar (85,76 Euro) je Fass. Auch der realisierte Erdgaspreis legte von 31,1 auf 37,8 Euro je Megawattstunde spürbar zu. Im Geschäftsbereich Energy (Exploration und Produktion) rechnet das Unternehmen daher mit einem höheren operativen Ergebnis vor Sondereffekten als im Jahresauftaktquartal.

Dieser positive Preiseffekt im Fördergeschäft wird jedoch durch den Iran-Krieg und eine höhere Besteuerung in Rumänien gedämpft. Laut OMV dürfte der Markt-Effekt um etwa 120 bis 150 Mio. Euro geringer ausfallen, als es die veröffentlichten Sensitivitätsanalysen erwarten ließen, da die Verkaufsmengen durch den Konflikt beeinträchtigt wurden. Zudem wird im Bereich Gas & Power Osteuropa aufgrund der geplanten Wartung des Kraftwerks Brazi sowie saisonal bedingt niedrigerer Gasverkäufe ein geringeres Ergebnis als im Vorquartal erwartet.

Im Geschäftsbereich Fuels (Raffinerien und Marketing) geht der Konzern von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus. Die Raffinerie-Referenzmarge in Europa sprang von 13,88 auf 20,33 Dollar je Barrel, die Auslastung stieg von 87 auf 90 Prozent. Ein "vorteilhafterer Produktionsmix", die höhere Auslastung und ein stärkerer Beitrag aus dem Marketing dürften zusammen mit dem Wegfall eines im Vorquartal angefallenen Einmaleffekts von rund 100 Mio. Euro die negativen Auswirkungen von "temporären regulatorischen Maßnahmen" in Österreich und Rumänien mehr als ausgleichen, heißt es im aktuellen Bericht.

Auch in der Chemiesparte wird nach der Gründung von Borouge International im März 2026 dank gestiegener Olefin- und Polyolefinpreise ein höheres operatives Ergebnis als im ersten Quartal erwartet. Das OMV-Basischemikaliengeschäft werde voraussichtlich von deutlich höheren Olefin-Margen profitieren, auch wenn höhere absolute Rabatte und eine auf 77 Prozent gesunkene Auslastung der Cracker den Effekt teilweise abschwächen dürften.

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