Milliardenübernahme bringt Nemetschek Umsatzsprung

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++ ARCHIVBILD ++ Münchener Unternehmen Nemetschek zahlt für HCSS-Übernahme kein Geld
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Eine milliardenschwere Übernahme in den USA treibt den Umsatz des deutschen Bau- und Medien-Softwarekonzerns Nemetschek schon in diesem Jahr nach oben. Die Konsolidierung des bisherigen Rivalen Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) zum 1. Juli werde den Umsatz währungsbereinigt um etwa sechs Prozentpunkte nach oben treiben, teilte Nemetschek am Dienstag mit. Insgesamt geht das Unternehmen damit nun von einem Wachstum von 20 bis 21 Prozent aus.

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Die Berücksichtigung des Kaufpreises in der Bilanz (PPA), die Integrationskosten und die Kosten für ein neues Aktien-Bonusprogramm drückten aber gleichzeitig die operative Umsatzrendite (EBITDA-Marge) um etwa 1,5 Prozentpunkte auf rund 31 Prozent. Ohne die Übernahme wäre Nemetschek auf eine Marge von 33 Prozent gekommen.

Nemetschek hatte die Übernahme von HCSS im April angekündigt. Das Münchener Unternehmen zahlt dafür kein Geld, nimmt aber im Gegenzug den Finanzinvestor Thoma Bravo als Miteigentümer seiner größten Sparte an Bord. Thoma Bravo erhält 28 Prozent am Geschäft mit Bau- und Architektursoftware und übernimmt 450 Millionen Euro Schulden von HCSS. Thoma Bravo war im Herbst 2021 bei der 1986 gegründeten Firma eingestiegen. Im vergangenen Jahr hatte HCSS mit 550 Mitarbeitern 215 Millionen Dollar (188,78 Mio. Euro) Umsatz erwirtschaftet und kam auf eine EBITDA-Marge von etwa 40 Prozent.

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