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Am stärksten betroffen von der Entwicklung war der Bereich Verkehr und Lagerei. Auf diesen Sektor entfiel im ersten Quartal mit 32,1 Fällen je 10.000 Unternehmen die höchste Insolvenzhäufigkeit, gefolgt vom Gastgewerbe und dem Baugewerbe. Die Forderungen der Gläubiger sanken jedoch trotz der gestiegenen Fallzahlen deutlich, und zwar von 19,9 Milliarden im Vorjahresquartal auf rund 9,3 Milliarden Euro. Grund dafür war den Statistikern zufolge, dass diesmal weniger wirtschaftlich bedeutende Firmen Insolvenz anmeldeten.
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet wegen der schwachen Konjunktur auch im Gesamtjahr mit mehr Firmenpleiten. "Es wird auch 2026 wieder mehr Insolvenzen und vor allem Schließungen geben", sagte Creditreform-Chefökonom Patrik-Ludwig Hantzsch kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters. Eine konkrete Zahl könne er aber nicht nennen. Es komme auch nicht nur darauf an, wie viele in die Pleite rutschten, sondern vor allem darauf, wen es treffe. "Besonders besorgniserregend ist derzeit, dass viele Unternehmen und Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe trotz eigentlich gesunder Unternehmensstruktur aus dem Markt austreten müssen."
Auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten hat die Zahl der Insolvenzen in den ersten drei Monaten zugelegt. Sie stieg um 6 Prozent auf 19.679 Fälle, wie die Statistiker weiter mitteilten. Allein im März lag der Zuwachs der Privatinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 18,9 Prozent.