Leitbörsen in Asien uneinheitlich - Micron beflügelt Nikkei

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US-Chipkonzern facht KI-Fantasie wieder an
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Überragende Zahlen und ein starker Ausblick von Micron haben den technologielastigen asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag Schwung gegeben. Sowohl der südkoreanische Kospi als auch der japanische Nikkei-225 glänzten mit fulminanten Kursgewinnen. Etwas verhaltener fiel die Kauflaune an den chinesischen Festlandbörsen aus. In Hongkong ging es nach dem jüngsten Stabilisierungsversuch weiter bergab.

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Der US-Speicherchiphersteller Micron hat dank des anhaltenden Booms im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) die Erwartungen für das vergangene Quartal deutlich übertroffen. Auch die Ziele für das laufende Quartal überraschten klar positiv. Dementsprechend zeichnen sich für die Aktie prozentual zweistellige Kursgewinne und ein erneutes Rekordhoch ab.

Micron habe die Anleger daran erinnert, "dass der Speicherzyklus und der allgemeine KI-Trend auf Dauer Bestand haben werden", kommentierte Hugh Lam, Anlagestratege bei Betashares. Ungeachtet wohl auch künftig starker Kurs- und Stimmungsschwankungen sicherten strukturelle Versorgungsengpässe zumindest bis 2027 die Aktienkurse in diesem Bereich nach unten ab.

Noch beeindruckender als die Zahlen und der Ausblick von Micron sei die deutliche Ausweitung der langfristigen Verträge mit Schlüsselkunden von einem im Vorquartal auf nun 16, ergänzte Analyst Harlan Sur von der US-Bank JPMorgan. Er hob das Kursziel für die Aktie massiv an - von 550 auf 1.540 US-Dollar.

Der Kospi knüpfte mit einem Kurssprung von 5,4 Prozent auf 8.930 Punkte an seine gestrige Erholung vom vorangegangenen Rückschlag an. Die Aktien der Micron-Branchenkollegen SK Hynix und Kioxia Holdings zogen jeweils zweistellig an. Sie profitierten auch von Plänen für eine Börsennotierung in New York.

In Tokio schloss der Nikkei mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 72.366 Punkte. Damit schüttelte der japanische Leitindex die Schwäche der vergangenen zwei Tage ab und nahm wieder Kurs auf seinen am Montag erreichten Rekord im Handelsverlauf. Auf Schlusskursbasis erreichte der Nikkei am Donnerstag seinen bisher höchsten Stand.

Der Shanghai Composite schaffte immerhin einen Anstieg von 0,23 Prozent auf 4.120 Punkte. Dagegen schwenkte der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 23.058 Punkte wieder auf seinen Abwärtstrend ein - der Stabilisierungsversuch vom Mittwoch verpuffte.

Seit Ende 2025 sackte der Hang Seng inzwischen um zehn Prozent ab. Zum Vergleich: Der Shanghai Composite legte in den ersten knapp sechs Monaten des Jahres um 2,4 Prozent zu; der Nikkei 225 um fast 40 Prozent und beim Kospi beläuft sich das Plus im bisherigen Jahresverlauf sogar auf 100 Prozent

Für den am Vortag moderat freundlichen australischen ASX All Ordinaries ging es um 0,7 Prozent auf 8.952 Punkte nach unten.

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